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Videokonferenz der School of History

Videokonferenz „Politics, Culture and Responsible Scholarships in China Today“

Am Donnerstag, 19. März 2009, ist die FRIAS School of History einem Vortrag des internationalen Netzwerks WUN Contemporary China Center zugeschaltet. Yongjin Zang, Professor of East Asian Studies und Direktor des Centre for East Asien Studies der University of Bristol spricht zum Thema: „Politics, Culture and Responsible Scholarship in China Today “.

Zusammenfassung des Vortrags:

„The relationship between knowledge and power has always been acutely problematic. The role and function of intellectuals and how the intellectual confronts the question of power have been perennially debated. In this lecture, I examine this problematic relationship in the context of flourishing International Relations (IR) scholarship in China. I suggest that the expanding political space and the weakness of critical scholarship in China, combined with a historically induced intellectual predicament and inherited cultural heritage constitute a useful analytical framework for making sense of Chinese understandings of scholarly responsibility. This analytical framework, I also suggest, helps understand the perpetual agony of Chinese intellectuals in coming to terms with the turbulent relations between knowledge and power in China today“.

Der Vortrag gehört zu einer Reihe virtueller Seminare des WUN Contemporary China Centers, die von Prof. Flemming Christiansen, National Institute of Chinese Studies, University of Leeds, und Halima Chen, Departement of East Asien Studies, University of Leeds, organisiert wird.  Alle interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freiburger Universität sind herzlich eingeladen, im Rahmen dieser Videokonferenz mit China-Experten in der ganzen Welt zu diskutieren.  Die  Übertragung beginnt um 17.00 Uhr s.t. im Raum 023 des Rechenzentrums der Universität Freiburg, Hermann-Herder-Str. 10, und endet gegen 18.00 Uhr.

Am selben Abend um 20.00 Uhr beginnt im FRIAS-Hauptgebäude, Albertstr. 19, die Tagung „The Crisis of Socialist Modernity: China, Soviet Union and Yugoslavia in the 1970s”. Den Eröffnungsvortrag „ The 1970s as a caesura?“ hält Prof. Lutz Niethammer (Jena). Weitere Informationen finden Sie in einer PDF-Datei zur Tagung der FRIAS School of History.

03/2009

FRIAS-Delegation zu Besuch im Netherlands Institute for Advanced Study (NIAS)

Eine Delegation des FRIAS-Direktoriums begleitet durch den Rektor der Freiburger Universität besuchte am 23. und 24. Februar das renommierte Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences (NIAS) in Wassenaar.

FRIAS-Delegation zu Besuch im Netherlands Institute for Advanced Study (NIAS)

NIAS Besuch

Prof. Wim Blockmans, Prof. Hans-Jochen Schiewer, Prof.        Paul F. van der Heijden und Prof. Werner Frick

Auf Einladung von Professor Wim Blockmans, Rektor des renommierten Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences (NIAS) in Wassenaar und zugleich Vorsitzender der europäischen Vereinigung von Institutes for Advanced Study (NetIAS), hielt sich am 23. und 24. Februar 2009 eine Delegation des FRIAS-Direktoriums zu einem Informationsbesuch am NIAS auf. Begleitet wurde die FRIAS-Abordnung, der die Professoren Peter Auer, Werner Frick und Jörn Leonhard sowie Geschäftsführer Dr. Carsten Dose angehörten, vom Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Prof. Hans-Jochen Schiewer. Das von den holländischen Gastgebern außerordentlich sorgfältig vorbereitete Treffen bot Gelegenheit zu einem umfassenden Gedankenautausch über die spezifischen Aufgaben, Funktionsweisen und Gestaltungschancen von Institutes for Advanced Study in der internationalen scientific community von heute und morgen. Der Besuch  erbrachte für die Freiburger Delegation zahlreiche wertvolle Einsichten in die Infrastruktur und Arbeitsform eines der traditionsreichsten und angesehensten Institute seiner Art in Europa. Ein besonderer Akzent der Gespräche galt dem Bemühen, neue Formen der inter- und transdisziplinären Forschung zu generieren, einem Anliegen, das gegenwärtig auf der Agenda der führenden Institutes for Advanced Study im allgemeinen wie des NIAS im besonderen eine herausgehobene Rolle spielt und dem sich auch das FRIAS unter dem Leitbegriff einer „Neuen Universitas“ verpflichtet weiß. Beispiel dafür ist unter anderem die Ausschreibung interdisziplinärer Forschergruppen.

Eine zusätzliche Bereicherung erfuhr der Besuch am NIAS durch die von Prof. Blockmans im Rahmen eines festlichen Abendessens arrangierte freundschaftliche Begegnung mit führenden niederländischen Wissenschaftlern, darunter dem Rector Magnificus der Universität Leiden, Prof. Mr. Dr. Paul F. van der Heijden, dem Direktor des Duitsland Instituut Amsterdam, Prof. Dr. Ton Nijhuis, dem Direktor des Lorentz Center Leiden, Prof. Dr. Wim van Saarloos, sowie den Professorinnen Dr. Ann Rigney (Chair of Comparative Literature, Universität Utrecht) und Dr. Thony Visser (Lehrstuhl für Deutsche Literatur, Universität Leiden). Abgerundet wurde die Reihe der Gespräche durch den Austausch mit deutschen Kolleginnen und Kollegen, die derzeit als Fellows am NIAS weilen. Insgesamt bestätigte der Besuch das erfreulich hohe Maß an Aufgeschlossenheit und Unterstützung, das dem FRIAS im Kreis der etablierten Institutes for Advanced Study in Europa wie in den Vereinigten Staaten entgegengebracht wird, und erbrachte zahlreiche produktive Anknüpfungsmöglichkeiten für den weiteren Ausbau des FRIAS und seiner internationalen Kooperationsbeziehungen.

02/2009

Professor Peter Jonas erhält den Adolf-Fick-Preis 2009

Professor Peter Jonas erhält den Adolf-Fick-Preis 2009

Der Adolf-Fick-Preis wird von der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft zu Würzburg verliehen. Er gilt als der angesehenste Physiologiepreis im deutschen Sprachraum und ist mit 10.000 € dotiert. Die nur alle fünf Jahre vergebene Auszeichnung erinnert an den bedeutenden deutschen Physiologen Adolf Eugen Fick (1829-1901), den Entdecker der Diffusionsgesetze.

Prof. Peter Jonas ist seit 1995 Direktor des Physiologischen Instituts an der Universität Freiburg. Gegenwärtig forscht er am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) in der Sektion für Lebenswissenschaften, der School of Life Sciences - Lifenet. Jonas ist Mitglied in der „Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina“ und wurde 2006 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

In seinen hochkarätigen Arbeiten untersucht Jonas, wie Nervenzellen innerhalb von Gehirnnetzwerken miteinander kommunizieren. Hauptsächlich beschäftigt sich der  Wissenschaftler mit dem Hippocampus, jenem Teil des Großhirns, der eine zentrale Rolle beim Lernen spielt und für komplexe Gedächtnisleistungen verantwortlich ist. Jonas interessiert besonders die Frage, wie elektrische Prozesse im Nerven in chemische Signale umgesetzt werden. Wie also führt ein Aktionspotential, das an einer Nervenfaser entlang läuft zur Freisetzung von Botenstoffen? Schließlich sind es diese sogenannten Transmitter, die die Information über den synaptischen Spalt von einer Nervenzelle auf benachbarte Neurone übertragen.

Verliehen wird Jonas der Adolf-Fick-Preis im März während des 88. Jahreskongresses der Deutschen Physiologischen Gesellschaft. In der Vergangenheit erhielten diese Auszeichnung unter anderem Hans Spemann und Erwin Neher.

03/2009

Professor Rolf Mülhaupt ist Hermann-Staudinger-Preisträger 2009

Professor Rolf Mülhaupt ist Hermann-Staudinger-Preisträger 2009

Der Polymerwissenschaftler verbindet Forschung mit Anwendung

Am 25. Februar 2009 wird Professor Dr. Rolf Mülhaupt in Freiburg der Hermann-Staudinger-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GdCh), dotiert mit einer Goldmedaille und 7.500 Euro, verliehen (http://www.gdch.de/gdch/eps/preise/staudinger.htm).

Mülhaupt ist seit 1989 Professor für Makromolekulare Chemie an der Universität Freiburg, Direktor des Instituts für Makromolekulare Chemie im Hermann Staudinger Haus und seit 1992 geschäftsführender Direktor des Freiburger Materialforschungszentrums (FMF). Gegenwärtig arbeitet Mülhaupt als Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) in der School of Soft Matter Research. Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und ein ausgewiesener Experte für die Herstellung, Charakterisierung und Verarbeitung neuartiger Makromoleküle und polymerer Materialverbunde. Sein besonderes Anliegen war und ist es, exzellente Grundlagenforschung mit ihrer Anwendung in der Wirtschaft zu verbinden.

Mülhaupt absolvierte sein Chemiestudium an der Universität Freiburg und wechselte danach an die ETH Zürich, wo er 1981 mit Arbeiten über Katalyse und Polyolefinmaterialien promovierte. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Nach der Promotion ging er in die Industrie und forschte in den USA und der Schweiz über polymere Werkstoffe.

Im Forschungsverbund des Freiburger Materialforschungszentrums führt er seine interdisziplinären Arbeiten im Wechselspiel von chemischer Synthese, Physik, Nanotechnologie, Katalyse, Formgebung, moderner Mikroskopie und Anwendungstechnik durch. Besonderes aktuelles Forschungsziel sind bioinspirierte Systeme und neuartige  intelligente, interaktive Kunststoffe, die wie die lebenden Systeme in der Natur auf Veränderungen ihrer Umgebung mit Eigenschaftsveränderungen reagieren können.

Weitere Infos unter: http://portal.uni-freiburg.de/muelhaupt/prof-muelhaupt

02/2009

Professor Steven Shapin (Harvard) zu Gast im FRIAS

Mit Steven Shapin, Franklin L. Ford Professor of the History of Science an der Harvard University, ist vom 12. bis 14. Januar 2009 einer der profiliertesten und international einflussreichsten Wissenschaftshistoriker im FRIAS zu Gast. Mit „Leviathan and the Air-Pump“ (1985, zus. mit Simon Schaffer), „A Social History of Truth“ (1994) und „The Scientific Revolution“ (1996) hat er drei vielbeachtete Monographien zur Geschichte der Naturwissenschaften in der Frühen Neuzeit vorgelegt, die auf innovative Weise wissenssoziologische und kulturgeschichtliche Analysen mit grundsätzlichen wissenschaftstheoretischen Reflexionen verknüpfen. Shapins Bücher haben einen wesentlichen Anteil daran, dass die ‚Science Studies’ in den letzten Jahrzehnten zu einer der wichtigsten theoretischen und methodischen Inspirationsquellen der interdisziplinären Kulturwissenschaft wurden.

Als Gast der FRIAS School of Language & Literature wird Steven Shapin einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Science as a Vocation: Uncertainty and the Moral Order in Modern Technoscience“ halten (Montag, 12. Januar, 20 Uhr c.t., KG I, HS 1098). Der Vortrag greift zentrale Motive aus Shapins jüngstem, 2008 erschienenem Buch „The Scientific Life“ auf, das Entwicklungen im Rahmen der amerikanischen ‘Big Science’ des 20. Jahrhunderts untersucht und insbesondere die gewandelten Vorstellungen von ‘Wissenschaft als Beruf’ und von den Beziehungen zwischen Wissenschaft und Moral analysiert, die sich im Kontext der industriell und politisch vernetzten ‘Technoscience’ der späten Moderne verbreitet haben. Am Dienstag, 13. Januar, und Mittwoch, 14. Januar (jeweils 10 Uhr c.t.), wird Prof. Shapin zwei FRIAS-interne Workshops durchführen, von denen der eine sich wiederum mit Aspekten seines neuen Buches beschäftigen wird, während der zweite allgemeinere Fragen um „Truth, Rationality and the Sociology of Scientific Knowledge“ zum Thema hat. Die Workshops sind für Fellows aller FRIAS-Schools geöffnet; die Teilnahme von Gästen ist nach vorheriger Anmeldung unter lili@frias.uni-freiburg.de möglich.

01/2009

Freiburger Biowissenschaftler erhält Alzheimer Forschungspreis

Ralf Baumeister, Professor für Bioinformatik und Molekulargenetik und Direktor des Zentrums für Biosystemanalyse an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wurde für seine herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Nervensystemerkrankungen mit dem Alzheimer Forschungspreis 2008 der privaten Hans-und-Ilse-Breuer Stiftung ausgezeichnet.

Der mit 100.000 Euro höchstdotierte Alzheimer-Forschungspreis in Deutschland würdigt die grundlegenden Arbeiten von Ralf Baumeister, der seit mehr als zehn Jahren im Fadenwurm C. elegans die molekularen Ursachen der Alzheimer und Parkinson Krankheit untersucht.

Die Alzheimer und Parkinson Erkrankungen sind die häufigsten degenerativen Erkrankungen des Nervensystems. Weltweit erkranken über 30 Millionen Menschen an diesen Formen der Demenz, davon 30% der über 80-jährigen. Zahlreiche Gene wurden in den letzten Jahren entdeckt, deren Fehler zu erblichen Formen der Krankheiten führen und als Schlüssel für das Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen gelten. Bei beiden Erkrankungen entstehen im Laufe des Lebens der Patienten Eiweißablagerungen in bestimmten Gehirnbereichen, die die Funktion der Nervenzellen zunehmend beeinträchtigen. Bei Alzheimer sind hiervon besonders Gehirnbereiche betroffen, die für die Speicherung von Gedächtnisinhalten und Lernprozessen verantwortlich sind, bei Parkinson kommt es zum Tod von Zellen, die den Botenstoff Dopamin enthalten. Die genauen Gründe für diesen Zelltod sind bis heute nur unvollständig verstanden.

Das Team von Professor Baumeister verwendet den einfachen Fadenwurm C. elegans, um die Entstehungsursachen dieser Erkrankungen zu verstehen. C. elegans besitzt nur 302 Nervenzellen, aber deren Entwicklung und vollständige Vernetzung ist bis ins Detail bekannt, so dass die Fehlfunktionen von Krankheitsgenen genau studiert werden können.  Mehr als 60% aller menschlichen Krankheitsgene sind im Wurm konserviert. So konnte die Gruppe um Baumeister zum Beispiel bereits vor mehreren Jahren zeigen, dass die Preseniline, molekulare Scheren, die im Genom von Wurm und Mensch angelegt sind und im häufig bei erblichen Fällen von Alzheimer defekt sind, in beiden Organismen gleiche Funktionen haben. Dies ermöglicht neben dem detaillierten Studium ihrer Funktion auch die Verwendung von C. elegans als Grundlage für die Suche nach chemischen Wirkstoffen gegen die Krankheit.

„Das Wissen, das die weltweite Forschung inzwischen anhand von Experimenten mit C. elegans zum Verständnis menschlicher Krankheiten angesammelt hat, ist schlichtweg umwerfend“, schwärmt Baumeister über seinen Laborliebling. „Kein Wunder, dass in diesem Jahr mit Marty Chalfie bereits der dritte Nobelpreisträger nach 2002 und 2006 aus dem C. elegans Feld kommt. Mit dem nur 1 mm großen Wurm können wir komplizierte genetische Sachverhalte einfach besser verstehen lernen, ohne wegen der Experimente gleich ethische Bedenken zu bekommen“, so Baumeister über den Winzling, der millionenfach in jeder Handvoll Blumenerde vorkommt.

Baumeister hat mit seinem interdisziplinären Team an der Universität Freiburg in den letzten Jahren eine Forschungsplattform aufgebaut, die systematisch regulatorische Netzwerke von Proteinen bei der Entstehung menschlicher Krankheiten erforscht. Zuletzt entdeckte seine Gruppe anhand von C. elegans Experimenten wichtige Schlüsselgene bei der Steuerung von Alterungsvorgängen und fand einen Faktor, der die Entstehung von Muskelschwund im Wurm verhindern kann. Für seine Arbeiten wurde er in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Philip-Morris-Forschungspreis für die Entwicklung von automatischen Testverfahren mit C. elegans. Er ist Direktor des Freiburger Zentrums für Biosystemanalyse und von FRIAS LIFENET, zwei Flaggschiffen der biowissenschaftlichen Exzellenzforschung an der Universität Freiburg.


Weitere Informationen zum Beitrag:
Prof. Dr. Ralf Baumeister
Zentrum für Biosystemanalyse ZBSA
FRIAS LIFENET – Freiburg Institute for Advanced Studies, School of Life Sciences
Bioinformatik und Molekulargenetik (Fakultät für Biologie) und
ZBMZ – Zentrum für Biochemie und Molekulare Zellforschung (Fakultät für Medizin)
Schänzlestr. 1
D-79104 Freiburg im Brsg.
Fon: +49-761-203 8350
Fax: +49-761-203 8352
Email: baumeister@celegans.de
Internet: www.celegans.de; www.zbsa.de, www.frias.uni-freiburg.de

Feierliche Eröffnung des Freiburg Institute for Advanced Studies am 5.5.2008

 

Feierliche Eröffnung des Freiburg Institute for Advanced Studies

Prof. Dr. Peter Goddard

Prof. Dr. Peter Goddard während seiner Festrede

Gegen 19. 30 Uhr hallten die rhythmischen Trommelschläge des jungen Perkussionisten Johannes Fischer durch die festlich geschmückte und aufgrund der großen Resonanz mit über 400 Teilnehmern überfüllte Aula der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Diese für eine Feierstunde ungewöhnlichen Töne waren Zeichen für einen anderen Neubeginn: Am Montag, den 5. Mai 2008 wurde das Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) eröffnet.

Rektor Prof. Dr. Andreas Voßkuhle begrüßte die Gäste und präsentierte das FRIAS der Öffentlichkeit. Dabei hob er die Bedeutung des internationalen Forschungskollegs für die Universität Freiburg hervor: Es diene dazu, jene „Kreativität und Leistung vor Ort zu entfalten, die erforderlich ist, um sich dauerhaft an der Weltspitze der Forschung zu platzieren." Wie aus dieser „riskanten“ Idee Gestalt wurde, zeichnete Prof. Dr. Werner Frick, Sprecher des Direktoriums des FRIAS, nach. Als „creatio ex nihilo“ beschrieb er die unter gehörigem Beschleunigungsdruck stattfindende Aufbauarbeit des Instituts, deren Erfolg mit der Unterzeichnung der Eröffnungsurkunde durch Prof. Voßkuhle, Prof. Frick und Prof. Dr. Henry Baltes, neu gewählter Vorsitzender des Advisory Committee, besiegelt wurde.

Inauguration

Prof. Voßkuhle, Prof. Baltes und Prof. Frick nach der feierlichen Unterzeichnung der Gründungsurkunde

Höhepunkt des Abends war die Festrede von Prof. Dr. Peter Goddard, Direktor des renommierten Institute for Advanced Study (IAS) in Princeton, Vorbild aller internationalen Forschungskollegs. In seinem Vortrag mit dem Titel „‚There are no excuses in paradise‘: The Institute for Advanced Study. Past, Present and Future” betonte Prof. Goddard, rückblickend auf 78 Jahre erfolgreiche Institutsgeschichte, dass das Ziel, Freiräume für wissenschaftliche Forschung zu schaffen, die allen Forschungskollegs zugrundeliegende Idee sei, wobei jedoch die jeweils vor Ort vorhandenen Rahmenbedingungen auf unterschiedliche Weise genutzt werden müssten. Indem er hervorhob, dass das IAS in Princeton aus dem Geist der humboldtschen Bildungstradition gegründet wurde, wies er auf die Wurzeln dieser Institution im deutschen Universitätssystem des 19. Jahrhunderts hin. An dieses Erbe anknüpfend formulierte er, was bis heute primäres Ziel eines Forschungskollegs sei: „significant advances in knowledge driven by curiosity“.

 

Video Stream FRIAS-Inauguration

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Reception:

Prof. Dr. Andreas Voßkuhle (Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Speakers:

Prof. Dr. Werner Frick (Sprecher des FRIAS-Direktoriums)

Prof. Dr. Henry Baltes (Vorsitzender des FRIAS Advisory Committee, ETH Zürich)

Prof. Dr. Peter Goddard (Director, Institute for Advances Study, Princeton)

Music:

Johannes Fischer (Musikhochschule Freiburg)