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Sie sind hier: FRIAS Fellows Fellows 2016/2017 Prof. Dr. Henrike Lähnemann

Prof. Dr. Henrike Lähnemann

University of Oxford
Germanistische Mediävistik
External Senior Fellow
Juli - August 2017

CV

Nach Kindheit und Jugend in drei mittelalterlichen deutschen Städten - Münster, Lüneburg und Nürnberg - war mein Studieninteresse auf den Überschneidungsbereich von Germanistik, Kunstgeschichte und Theologie im Mittelalter gerichtet. Nach Studienstationen in Bamberg, Edinburgh, Berlin und Göttingen promovierte ich 1995 bei Christoph Huber in Bamberg zu einer spätmittelalterlichen didaktischen Handschrift aus Nürnberg, arbeitete während meiner Assistenzzeit in Tübingen an Versionen des Judithbuchs im Mittelalter und edierte den zweisprachigen Hoheliedkommentar Willirams von Ebersberg, bevor ich dann nach einem einjährigen Humboldt-Stipendium in Oxford (2001-2002) und einer Gastprofessur in Zürich (2005) den Germanistiklehrstuhl in Newcastle upon Tyne übernahm. Dort konzentrierte sich meine Forschungstätigkeit auf die geistliche Literatur des niederdeutschen Raums, vor allem die Andachtsbücher der Zisterzienserinnen aus Medingen, einem der Lüneburger Klöster. Außerdem habe ich Aufgaben für die britische Germanistik wie den Vorsitz des britischen Germanistinnenverbandes (Women in German Studies) übernommen und die anglo-deutsche Zusammenarbeit in der Mediävistik gestärkt. Seit der Übernahme des Mediävistiklehrstuhls in Oxford (Nachfolge Nigel F. Palmer)  im Januar 2015 habe ich diese Forschungsschwerpunkte neu mit einem Fokus auf die Oxforder Handschriften und Kooperationsmöglichkeiten ausgerichtet.

 

Publikationen (Auswahl)

       

      FRIAS-Projekt

      Internationalisierung und Kooperation. Ein Ausbau der Oxford-Freiburger Mediävistik-Verbindung

      Schon immer bestand eine enge Verbindung zwischen der Freiburger und der Oxforder germanistischen Mediävistik; das hat seinen Ausdruck in gemeinsamen Projekten wie der ‘Kulturtopographie des deutschen Südwestens’ (Palmer / Schiewer) und in den jährlichen Graduiertentreffen der Universitäten. Diese produktive Zusammenarbeit wurde nach der Emeritierung von Professor Palmer fest im Stellenprofil verankert, da die VW-Stiftung großzügig auf zehn Jahre einen zweimonatigen Aufenthalt des Lehrstuhlinhabers am FRIAS finanziert, um “ein Forum für interdisziplinären Forschungsaustausch” zu bieten. Während meines ersten Jahrs in dieser Position werde ich im Juli und August 2015 versuchen, ausgehend von meinen eigenen Forschungsschwerpunkten die Zusammenarbeit weiter zu stärken, z.B. durch die Anwendung der für die ‘Kulturtopographie’ entwickelten Fragestellungen auf Norddeutschland oder durch eine mediävistische Exkursion zur Burg Wildenstein und den dortigen Sigenot-Wandmalereien.  Gleichzeitig soll es darum gehen, die Internationalisierung zu fördern, etwa durch Kompetenztraining für Graduierte und Nachwuchsforscherinnen und -forscher, um die Oxforder Erfahrungen im Bereich von Forschungsförderung für Freiburg nutzbar zu machen.