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Call for applications: Forschungsschwerpunkte 2014/15

Ausschreibung von
Forschungsschwerpunkten
am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
für den Zeitraum 1. Oktober 2014 – 30. September 2015

Bewerbungsfrist: 10. November 2013, 24:00 Uhr

Ausschreibung als pdf


Ab dem akademischen Jahr 2014/15 fördert das FRIAS thematische Schwerpunkte in Forschungsgebieten der Universität Freiburg, die sich durch hervorragende wissenschaftliche Leistungsfähigkeit auszeichnen und möglichst bereits internationale Sichtbarkeit erreicht haben. Die Forschungsschwerpunkte treten an die Stelle der früheren FRIAS Schools und sollen die Bildung von thematischen Kernen mit hoher wissenschaftlicher Interaktion und Produktivität innerhalb des Instituts ermöglichen. Das Programm soll diese Forschungsbereiche der Universität weiter stärken und international noch sichtbarer machen. Ein Forschungsschwerpunkt kann mehrere Fachgebiete umfassen und ist durch einen gemeinsamen Forschungsgegenstand oder eine verbindende Fragestellung gekennzeichnet. Die Beteiligung externer Forschungseinrichtungen, wie Max-Planck- oder Fraunhofer-Institute, ist vorstellbar.

Die Forschungsschwerpunkte haben eine Laufzeit von 12 Monaten. Es ist vorgesehen, in einem akademischen Jahr jeweils 2 Forschungsschwerpunkte zu fördern. Ein Forschungsschwerpunkt umfasst bis zu 140 Fellowship-Monate, die sich in etwa gleichmäßig verteilen sollen auf

  • Internal Senior Fellows (ISF), hauptamtliche Professorinnen und Professoren der Universität Freiburg mit halbem Lehrdeputat,
  • External Senior Fellows (ESF), auswärtige Professorinnen und Professoren vorwiegend aus dem Ausland, sowie
  • Junior Fellows (JF), Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nach der Promotion, vorwiegend aus dem Ausland.

 

Diese Gruppe von Fellows kann durch Affiliated Fellows, die mit eigenen Mitteln nach Freiburg kommen, erweitert werden (beispielweise Humboldt-Fellows, Heisenberg-Stipendiaten oder Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen). Die Forschungsaktivitäten der Fellows werden durch ein wissenschaftliches Programm mit Kolloquien, Tagungen, Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern sowie weiteren Aktivitäten ergänzt. Hierfür werden entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt.

Vorschlagsberechtigt für die Forschungsschwerpunkte im akademischen Jahr 2014/15 sind Teams von bis zu vier hauptamtlichen Professorinnen und Professoren der Universität Freiburg. Die erfolgreichen Antragstellerinnen und Antragsteller werden in der Regel Fellows am FRIAS und wirken an der wissenschaftlichen Leitung des Schwerpunktes mit.

 

 

Abgrenzung zu anderen Förderkonzepten

FRIAS-Forschungsschwerpunkte fördern einen Forschungsbereich durch die Vergabe von Fellowships an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in dem gewählten Themenbereich fachlich ausgewiesen sind. Das Fellowship erlaubt ihnen, ein Forschungsthema ihrer Wahl, das selbstverständlich in Bezug zum Thema des Forschungsschwerpunktes stehen muss, zu verfolgen. Ein Forschungsschwerpunkt ist nicht notwendigerweise ein kollaboratives Forschungsprojekt. Die Förderung einer Gruppe von Fellows mit ähnlichen Themen ermöglicht jedoch einen intensiven fachlichen Dialog und Austausch. Durch die Vergabe von Junior Fellowships können Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in das entstehende Netzwerk integriert werden, wovon sie in aller Regel sehr profitieren. Die Einbindung ausländischer Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler  ermöglicht die Intensivierung und den Ausbau internationaler Netzwerke und Kooperationen. Der Forschungsschwerpunkt soll einen substanziellen Beitrag zur Stärkung des jeweiligen Forschungsbereichs an der Universität leisten. Dies kann insbesondere auch durch die Erarbeitung eines Antrags auf Verbundförderung während der Laufzeit des Forschungsschwerpunktes untermauert werden.

 

 

Antragsverfahren und Auswahl der Schwerpunkte und Fellows

Vorschlagsberechtigt für Forschungsschwerpunkte sind Teams von bis zu vier hauptamtlichen Professorinnen und Professoren der Universität Freiburg. Diese Antragstellerinnen und Antragsteller reichen bis zum 10. November 2013 eine maximal vierseitige Projektskizze zu dem vorgeschlagenen Forschungsschwerpunkt ein. Genauere Angaben hierzu folgen im nächsten Abschnitt und werden in einem Beratungsgespräch spezifiziert.

Nach Eingang der Bewerbungen werden die Fakultätsvorstände gebeten, bzgl. der thematisch affinen Bewerbungen eine Prüfung vorzunehmen, ob Konflikte mit den mittelfristigen, strategischen Planungen ihrer Fakultät vorliegen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Vorauswahl, vielmehr soll damit sichergestellt werden, dass die auszuwählenden Schwerpunkte nicht übergeordneten Zielsetzungen und Planungen der Fakultäten zuwiderlaufen.

Am Samstag, den 23. November 2013, tagt eine internationale, rein extern besetzte Gutachterkommission am FRIAS. Die Gutachterinnen und Gutachter erhalten die Projektskizzen vorab und werden über die Voten der Fakultätsvorstände informiert. Die Antragstellenden präsentieren den Forschungsschwerpunkt auf der Auswahlsitzung durch einen Vortrag mit anschließender Diskussion. Genauere Angaben hierzu folgen, sobald die Anzahl der Anträge festliegt. Das FRIAS-Direktorium sowie die Dekane der Universität werden an Präsentation und Diskussion beratend teilnehmen. In rein internen Beratungen beschließt die Gutachterkommission eine Reihung der förderwürdigen Vorschläge.[1] Die endgültige Entscheidung über die Förderung der Forschungsschwerpunkte trifft das Rektorat unter Berücksichtigung übergreifender universitätsstrategischer Belange.

Nach der Auswahl der erfolgreichen Forschungsschwerpunkte wird ein entsprechender Verweis in die Ausschreibung für Externe Senior und Junior Fellowships für das akademische Jahr 2014/15 aufgenommen (Erstveröffentlichung ca. 25. Oktober 2013). Bewerbungsschluss für Anträge auf diese Fellowships ist der 12. Januar 2014. Bewerbungen im Rahmen dieser Ausschreibung von Einzelfellowships werden von externen Fachgutachtern bewertet; die verbindliche Endauswahl trifft das ausschließlich aus universitätsexternen Mitgliedern bestehende Scientific Advisory Board des FRIAS.

 

 

Bewerbung

Bewerbungsanträge nimmt  der Geschäftsführer des FRIAS, Dr. Carsten Dose, entgegen:

carsten.dose@frias.uni-freiburg.de Tel: 0761 203 97350

Bewerbungsschluss ist der 10. November 2013, 24:00 Uhr.

Eine Informationsveranstaltung zur Ausgestaltung von Forschungsschwerpunkten findet am Freitag, den 11. Oktober, um 14:00 Uhr im FRIAS-Hörsaal, Albertstraße 19, statt.

Für alle Antragstellerinnen und Antragsteller ist eine Konsultation verpflichtend. Hierzu stehen der Geschäftsführer des FRIAS und die designierten akademischen Direktoren zur Verfügung. Diese sind:

Prof. Dr. Hermann Grabert   hermann.grabert@frias.uni-freiburg.de

Prof. Dr. Bernd Kortmann    bernd.kortmann@frias.uni-freiburg.de

Anträge sollen als Word-Dokument mit normalem Seitenlayout (Ränder 2,5 cm) in der Schriftart Arial 12pt, Zeilenabstand 1,5, verfasst werden und maximal 4 Seiten umfassen (Projektskizze). Antragssprache ist Englisch.

 

Die dem Antrag beizufügende Projektskizze soll insbesondere folgende Teile umfassen:

 

1. Antragsteller/innen

Bewerbungsberechtigt sind Teams von bis zu vier hauptamtlichen Professorinnen oder  Professoren der ALU.  Angaben zu Name, Stellung, Fakultät, Dienstadresse, Telefonnummer und Email-Adresse.

 

2. Bezeichnung des Forschungsthemas

Titel des Forschungsschwerpunkts, maximal 35 Buchstaben, sowie ein Abstract, max. 1000 Zeichen (Deutsch und Englisch)

 

3. Darlegung des Forschungsthemas

Kurze Darlegung des zentralen Forschungsthemas. Dabei sollen die innovativen, fachübergreifenden und zukunftsträchtigen Aspekte besonders herausgestellt sowie ein Abriss des Forschungsprogramms am FRIAS gegeben werden. Erwünscht sind insbesondere auch Vorschläge zu Themen von globaler gesellschaftlicher Relevanz, wie beispielsweise Nachhaltigkeitsforschung, Global Health, Sicherheit und Freiheit, Migrationsprozesse usw. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Vorfestlegung; auch Themen ohne unmittelbaren gesellschaftlichen oder politischen Bezug können gefördert werden.

 

4. Bedeutung des Forschungsvorhabens für die ALU

Kurze Darlegung der Bedeutung des Forschungsvorhabens für die Universität. Insbesondere kann auch die strategische Profilbildung von Fakultät und Universität, die Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die nationale und internationale Vernetzung diskutiert werden.

Das wissenschaftliche Programm des Schwerpunktes kann sich – abweichend von der Dauer der Fellowships – auf den Zeitraum von Juni 2014 bis Dezember 2015 erstrecken.

Umfang Darstellung Punkte 3 und 4: max. 4 Seiten

 

5. Fellowships für Antragsteller

Anträge auf Fellowships für die Antragstellenden sind Teil der Bewerbung um einen Forschungsschwerpunkt:

Antragstellerinnen und Antragsteller in den Besoldungsgruppen W2, W3, C3 und C4 können sich um ein part-time Internal Senior Fellowship (ISF) bewerben. Antragstellerinnen und Antragsteller in der Besoldungsgruppe W1 können ein full-time Junior Fellowship beantragen. Insgesamt kann höchstens ein Junior Fellowship beantragt werden. Für jeden Fellowshipantrag ist ein Lebenslauf (maximal zwei Seiten als PDF) sowie ein Publikationsverzeichnis der letzten Jahre (maximal zwei Seiten als PDF) beizufügen. Die für den Forschungsschwerpunkt besonders relevanten Publikationen sollen dabei hervorgehoben werden. Diese Anträge können dann zusammen mit dem Forschungs-schwerpunkt bewilligt werden. Anträge auf External Senior und Junior Fellowships (insb. aus dem Ausland) im Rahmen des Schwerpunkts durchlaufen den oben genannten Antrags- und Begutachtungsprozess.

 

 

Kriterien für die Auswahl der Forschungsschwerpunkte

Für die Auswahl der Forschungsschwerpunkte gelten folgende Kriterien:

  • Qualität, Leistungsfähigkeit, internationale Sichtbarkeit und Entwicklungspotenzial des Forschungsgebietes an der Universität Freiburg
  • Wissenschaftliche Qualität des eingereichten Konzeptes sowie der Antragstellerinnen und Antragsteller
  • Beitrag der FRIAS-Förderung zur mittel- und langfristigen Entwicklung des Forschungsgebietes an der Universität Freiburg
  • Beitrag der FRIAS-Förderung zum Ausbau der internationalen Vernetzung des Forschungsbereichs

Bei vergleichbarer Qualität der Anträge sollen die großen Wissenschaftsbereiche möglichst gleichgewichtig berücksichtigt werden.

 


Warum erfolgt die Ausschreibung jetzt mit kurzer Frist?
Hintergründe der diesjährigen Ausschreibung von Forschungsschwerpunkten

Das Land Baden-Württemberg hat das Neukonzept für das FRIAS geprüft und der Universität Ende Juli 2013 offiziell mitgeteilt, dass es seinen Beitrag zur langfristigen Finanzierung des Instituts leisten werde. Diese Zusage bildet die Basis für die jetzt mögliche Ausschreibung für das akademische Jahr 2014/15 und bedingt den äußerst knappen Zeitplan.

Das FRIAS hat sich bei der EU im Rahmen des Marie-Curie-Programms erfolgreich um eine Förderung von Fellowships für Nachwuchs- und etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die derzeit außerhalb Deutschlands arbeiten, beworben. Die Ausschreibung dieser Fellowships erfolgt noch im Oktober. Interessentinnen und Interessenten werden ab Ende November auf die ausgewählten Forschungsschwerpunkte und die Möglichkeit einer Assoziation mit dem Forschungsschwerpunkt hingewiesen.

 

Einladung zu einer Informationsveranstaltung

Zu dieser Ausschreibung bieten Prof. Dr. Grabert und Prof. Dr. Kortmann eine Informationsveranstaltung an:

Freitag, 11. Oktober, 14.00-15.00 Uhr

FRIAS, Albertstr. 19

Herzliche Einladung! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



[1] Damit wird das für FRIAS verpflichtende Prinzip eingehalten, dass über Anträge auf Internal Fellowships für Freiburger Professorinnen und Professoren immer durch rein externe Gremien entschieden wird.