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School of Language & Literature

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In den fünf Jahren ihres Bestehens fungierte die FRIAS School of Language & Literature als Forschungskolleg im Bereich einer theoretisch und methodisch avancierten, interdisziplinär geöffneten Sprach- und Literaturwissenschaft. Den Leitprofilen ihres Fächerspektrums an der Universität Freiburg entsprechend widmete sie sich in der Linguistik der empirischen Erforschung von Sprache und sprachlichem Handeln mit kognitions-, korpus- und interaktionslinguistischen Methoden, in der Literaturwissenschaft einer komparatistisch und kulturwissenschaftlich aufgeschlossenen „Welt-Literatur-Wissenschaft“ mit einem Fokus auf wissensgeschichtlichen, kultursemantischen und ästhetisch-poetologischen Fragestellungen. Ein Schwerpunkt galt der Exploration des produktiven Schnittfelds zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft.

Die School bot ihren Fellows aus aller Welt Freiräume für die individuelle Forschung und trug wesentlich zur Entfaltung des linguistisch-literaturwissenschaftlichen Potentials der Universität Freiburg bei. Durch die proaktive Rekrutierung von Fellows in Abstimmung mit dem Wissenschaftlichen Beirat gelang es, thematische Netzwerke zu bilden und darin neben Freiburger Fachkollegen auch internationale Koryphäen sowie Nachwuchswissenschaftler einzubinden. Für die Linguistik geschah dies (unter Berücksichtigung europäischer wie außereuropäischer Sprachen und Varietäten) exemplarisch in den Fokusbereichen „Geografische Variation im Englischen“, „Sprachkontakt und Kreole“, „Deixis und Interaktionsräume“, „Interaktionale Grammatik“ und „Frequenzeffekte in der Gebrauchsbasierten Grammatik“. Der Fokus in der Literaturwissenschaft lag u.a. auf den Gebieten „Repräsentationsforschung, Mimesistheorie und Inter-Arts-Studies“, „Wissenspoetik, Wissenstransfer, Literature & Science“, „Poetologie, Hermeneutik und Kultursoziologie“ sowie „Interkulturalität, Weltliteratur- und Transferforschung“.

Ein Hauptaugenmerk der School galt den produktiven Kontakt- und Synergiezonen und den gemeinsamen epistemologischen Grundlagen von Sprach- und Literaturwissenschaft. Wichtige Impulse gaben u.a. die internationale Konferenz „Linguistics & Literary Studies: Interfaces, Encounters, Transfers“ (2009), ein Ideenwettbewerb für innovative Projekte mit kombinierter linguistisch-literaturwissenschaftlicher Methodik sowie Tandem-Fellowships für Wissenschaftler aus beiden Bereichen zur Arbeit an einem gemeinsamen, spartenübergreifenden Vorhaben.

Zum Profil der School trugen interdisziplinäre Brückenschläge zwischen in Freiburg bislang kaum vernetzten Fächern bei. Genannt seien stellvertretend Kontakte der LiLi-School zu Kultursoziologie und Wissenschaftsgeschichte, Mathematik und Kognitionswissenschaft, Psychologie und klinischer Medizin. Glanzlichter waren u.a. die Konferenz „Zahlen, Zeichen und Figuren: Mathematische Inspirationen in Kunst und Literatur“ (2008), ein Hearing zur Bedeutung der Kultursoziologie für die Geisteswissenschaften (2010) oder die neurologische Tagung „Processing along dorsal and ventral streams in the brain” (2011). Gleichzeitig wurden Vertreter dieser Disziplinen auch als Fellows berufen.

In engstem Wechselspiel mit den geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen an der Universität Freiburg verstand sich die LiLi-School als Ideengenerator und Forschungsplattform. Ihren erfolgreichen Ausdruck fand diese Strategie u.a. in der ideellen und finanziellen Unterstützung von mehreren geisteswissenschaftlichen SFB-Anträgen unter aktiver Beteiligung interner und externer LiLi-Fellows.

Zur Präsentation ihrer Forschungsergebnisse gründete die School die im anonymen Peer-review-Verfahren begutachtete mehrsprachige Schriftenreihe linguae & litterae im führenden Fachverlag De Gruyter (Berlin/Boston); bis Oktober 2013 lagen 22 Bände dieser LiLiLibrary vor, weitere 40 sind in Vorbereitung.

Direktoren

Prof. Dr. Werner Frick

Prof. Dr. Peter Auer

Wissenschaftliche Koordinatorin

Dr. Gesa von Essen

Wissenschaftlicher Beirat

Prof. Dr. Michel Espagne, École Normale Supérieure Paris, Frankreich (2008-2013)

Prof. Marino Freschi, Università degli Studi Roma, Italien (2011-2013)

Prof. Dr. Erika Greber ✝, Universität Erlangen-Nürnberg (2008-2011)

Prof. Dr. Ekkehard König, FU Berlin (2008-2013)

Prof. Dr. Michael Lackner, Universität Erlangen-Nürnberg (2011-2013)

Prof. Dr. Per Linell, Linköping University, Schweden (2008-2013)

Prof. Dr. Angelika Linke, Universität Zürich, Schweiz (2011-2013)

Prof. Dr. Christine Maillard, Université de Strasbourg, Frankreich (2008-2013)

Prof. Dr. Lorenza Mondada, Université de Lyon 2, Frankreich (2011-2013)

Prof. Dr. Pieter Muysken, Radboud University Nijmegen, Niederlande (2008-2013)

Prof. Dr. Wolfgang Raible, Universität Freiburg (2008-2013)

Prof. Dr. Miri Rubin, Queen Mary University of London (2008-2011)

Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans, Universität Bochum (2011-2013)

Prof. Dr. James J. Sheehan, Stanford University (2008-2011)