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Prof. Dr. Achim Aurnhammer

Neuere deutsche Literatur
Universität Freiburg
Okt. 2012 - März 2013

Freiburg Institute for Advanced Studies
79104 Freiburg im Breisgau

    Vergangene FRIAS-Aufenthalte

    • Okt. 2010 - Sept. 2011

     

    CV

    Geboren 1952 in Kirchbrombach. Studium der Fächer Germanistik, Geschichte und Italienisch an den Universitäten Heidelberg und Florenz. 1984 Promotion, 1991 Habilitation mit einer Arbeit zur Rezeption Torquato Tassos in der deutschsprachigen Literatur. 1991/92 Vertretungsprofessur an der FU Berlin. Seit 1992 Ordinarius für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Freiburg/Br. mit den Forschungsschwerpunkten in der Literatur der Frühen Neuzeit und der Klassischen Moderne sowie der deutsch-italienischen Literaturbeziehungen. Direktor des Arthur-Schnitzler-Archivs in Freiburg/Br.

     

    Publikationen (Auswahl)


    Monographien und Herausgeberschaften

    • Androgynie. Studien zu einem Motiv in der europäischen Literatur. Köln und Wien: Böhlau 1986 (Literatur und Leben, N. F. 30), 337 S.
    • Torquato Tasso im deutschen Barock. Tübingen: Niemeyer 1994 (Frühe Neuzeit, 13), 405 S.
    • Torquato Tasso in Deutschland. Seine Wirkung in Literatur, Kunst und Musik seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. [Akten des Internationalen Tasso-Kongresses, Freiburg, April 1994]. Berlin und New York: de Gruyter 1995 (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, 3 [237]).
    • (mit W. Kühlmann) Zwischen Josephinismus und Frühliberalismus. Literarisches Leben in Südbaden um 1800. Freiburg: Rombach 2002.
    • (mit Th. Pittrof) »Mehr Dionysos als Apoll«. Antiklassizistische Antikerezeption um 1900. Frankfurt/M.: Klostermann 2002 (Das Abendland, N.F. 30).
    • (mit D. Martin) Ludovico Ariosto: Historia vom Rasenden Roland. Übersetzt von Diederich von dem Werder (Leipzig 1632–1636). Herausgegeben und kommentiert. 3 Bde. Stuttgart: Hiersemann 2002 (Bibliothek des Literarischen Vereins Stuttgart, 299–301)
    • (mit D. Martin und R. Seidel) Bürgerliche Gefühlskultur in der Aufklärung. Tübingen: Niemeyer 2004 (Frühe Neuzeit, 98).
    • Die Katze des Petrarca. Die Geschichte des kätzischen Petrarkismus. Heidelberg: Manutius 2005.
    • Francesco Petrarca in Deutschland. Seine Wirkung in Literatur, Kunst und Musik. Tübingen: Niemeyer 2006 (Frühe Neuzeit, 118).
    • (mit W. Kühlmann und H. Schmidt-Bergmann) Von der Spätaufklärung zur Badischen Revolution. Literarisches Leben in Baden 1800-1850. Freiburg: Rombach 2010.
    • (mit W. Kühlmann) Gottlieb Konrad Pfeffel (1736–1809). Signaturen der Spätaufklärung am Oberrhein. Freiburg: Rombach 2010.
    • (mit B. Beßlich und R. Denk) Arthur Schnitzler und der Film. Würzburg: Ergon 2010 (Klassische Moderne 15 – Akten des Arthur Schnitzler-Archivs der Universität Freiburg, 1).
    • (mit Wolfgang Braungart, Stefan Breuer und Ute Oelmann) Stefan George-Handbuch. 3 Bde. Berlin/Boston: De Gruyter 2012.
    • Arthur Schnitzlers Intertextuelles Erzählen. Berlin und New York: Walter de Gruyter 2013 (Language and Literature).
    • Arthur Schnitzlers Lektüren. Leselisten und virtuelle Bibliothek. Würzburg: Ergon 2013 (Klassische Moderne).
    • (mit D. Martin und G. Schnitzler) Arthur Schnitzler und die Musik. Würzburg: Ergon 2013.
    • (mit H. P. Buohler, Ph. Gresser, J. Ilgner und L. Marquart) Arthur Schnitzlers Drehbücher und Filmskripts (in Vorb.).
    • Arthur Schnitzler und Gustav Mahler (in Vorb.).

    Aufsätze

    • Barocklyrik aus dem Geist des Humanismus: Die Sonette des Johann Plavius. In: Kulturgeschichte Preußens königlich polnischen Anteils in der Frühen Neuzeit. Hrsg. von S. Beckmann und K. Garber. Tübingen: Niemeyer 2005 (Frühe Neuzeit, 103), 801–826.
    • Zum Deutungsspielraum der Ikarus-Figur in der Frühen Neuzeit. In: Mythenkorrekturen. Hrsg. von B. Seidensticker und M. Vöhler in Zusammenarbeit mit W. Emmerich. Berlin und New York: De Gruyter 2005 ( Spectrum Literaturwissenschaft, 3), 139–164.
    • Vom Humanisten zum ›Trotzromanisten‹: Ulrich von Huttens poetische Rom-Polemik. In: Das alte Rom und die neue Zeit. / La Roma antica e la prima èta moderna. Varianten des Rom-Mythos zwischen Petrarca und dem Barock. / Varietà del culto di Roma tra Petrarca e il barocco. Hrsg. von M. Disselkamp, P. Ihring und F. Wolfzettel. Tübingen: Narr 2006, 153–169.
    • Kindertotenlieder der Renaissance. Die Poetisierung des Kindstods im 15. und 16. Jahrhundert. In: Das Kind in der Renaissance. Hrsg. von K. Bergdolt und A. Tönnesmann. Wiesbaden: Harrassowitz 2008, 101–128.
    • Martin Opitz’ »Trost-Getichte« ([1621] 1633): Ein Gründungstext der deutschen Nationalliteratur aus dem Geist des Stoizismus. In: Stoa und Stoizismus in der europäischen Philosophie, Literatur und Politik von der Antike bis in die Moderne. Hrsg. von B. Neymeyr, J. Schmidt und B. Zimmermann. Berlin: De Gruyter 2008, 709–727.
    • Georg Ebers’ »Kleopatra«: Kompromiß zwischen Gelehrsamkeit und Popularität. In: Wissensästhetik. Wissen über die Antike in ästhetischer Vermittlung. Hrsg. von E. Osterkamp. Berlin: De Gruyter 2008, 283–306.
    • Joris-Karl Huysmans’ Supranaturalismus im Zeichen Grünewalds und seine deutsche Rezeption. In: Moderne und Antimoderne. Der Renouveau Catholique und die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts. Hrsg. von W. Kühlmann und R. Luckscheiter. Freiburg: Rombach 2008, 17–42.
    • Bitextuelle Choreographie. Mignons Eiertanz mit Wilhelm als Zuschauer. In: Der Tanz in den Künsten. Hrsg. von A. Aurnhammer und G. Schnitzler. Freiburg: Rombach 2008 (= Scenae,10), 167–183.
    • Sünder – Narr – Held: Korrekturen des Odysseus-Mythos in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Versepen. In: Antike und Abendland 55 (2009), 130–151.
    • Subjektivierung der Filmsprache: Die Große Szene als "Filmsujet". In: Arthur Schnitzler und der Film. Hrsg. von A. Aurnhammer, B. Beßlich und R. Denk. Würzburg: Ergon 2010, 79–93.
    • Henrich Hudemanns Jonas-Epos (1625). In: Der problematische Prophet. Die biblische Jona-Figur in Exegese, Theologie, Literatur und Bildender Kunst. Hrsg. von J. A. Steiger und W. Kühlmann in Verb. mit U. Heinen. Berlin und Boston: Walter de Gruyter 2011 (Arbeiten zur Kirchengeschichte, 118), 183–221.
    • Der intermediale Held. Heroisierungsstrategien in Epicedien auf König Gustav II. Adolf. In: Helden in der Renaissance. Hrsg. von A. Aurnhammer und M. Pfister (in Vorb.).
    • (mit N. Detering) Berthold Auerbachs Die Frau Professorin – Revisionen und Rezeptionen von Charlotte Birch-Pfeiffer bis Gottfried Keller. In: Berthold Auerbach (1812–1882). Werk und Wirkung. Hg. von J. Reiling. Heidelberg: Winter 2012, 173–220.
    • Arthur Schnitzler und Gustav Mahler. In: Arthur Schnitzler und die Musik. Hg. v. Achim Aurnhammer, Dieter Martin u. Günter Schnitzler. Würzburg: Ergon (in Vorb.).

     

    FRIAS-Projekt

    Stefan Georges poetische Wirkung

    Geplant ist ein Buchprojekt, das die bislang nur unzulänglich erforschte poetische Rezeption Stefan Georges in der deutschsprachigen Literatur (mit komparatistischen Ausgriffen auf internationale Wirkungszeugnisse) erstmals systematisch darstellt und in einem Quellenanhang dokumentiert. Die diachron angelegte Studie, die den Wandel der poetischen George-Rezeption vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart ausdifferenzieren soll, basiert auf eigenen Forschungsbeiträgen und Vorarbeiten. Mit Hilfe intertextueller und rezeptionsästhetischer Methoden werden neben prominenten ›Zieltexten‹ zahlreiche unbekannte Wirkungszeugnisse analysiert: Sie reichen von Hommagen über Parodien, Kontrafakturen und fiktiven Dialogen bis hin zu transgenerischen Verarbeitungen in Roman oder Drama. Um die poetische Wirkung Georges plausibel zu periodisieren, wird untersucht, welche formalen und gehaltlichen Aspekte von Georges Werk in den produktiven Auseinandersetzungen bei sich ändernden ästhetischen Orientierungen jeweils rezipiert wurden. Dokumentiert und erläutert wird so die nachhaltige und kontinuierliche Dialogizität, die auf George, dem neben Hofmannsthal und Rilke wichtigsten Lyriker der Klassischen Moderne, antwortet. Mit dieser Kontinuitätsthese sollen auch gängige literatur¬geschichtliche Konzepte revidiert werden, die mehr auf Brüche und Diskontinuitäten in der Lyrikgeschichte des 20. Jahrhunderts abheben.