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Dr. Sonja Levsen

Albert-Ludwigs-
Universität Freiburg
Fellow
01.04.10-31.03.11

Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
School of History

    CV

    Geb. 1976; 2000 M.A. Universität Tübingen; 2000 Dr. phil. Universität Tübingen; 2002-2004 Doctoral Fellow, Universität Tübingen, SFB Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit; 2005-2007 Postdoctoral Fellow, Universität Tübingen, SFB Kriegserfahrungen; 2007-present Wissenschaftliche Assistentin, Historisches Seminar, University of Freiburg.

     

    Publications

    Books, Proceedings, Editions, and Articles (10 selected)

    - Elite, Männlichkeit und Krieg. Tübinger und Cambridger Studenten, 1900-1929 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Bd. 170), Göttingen 2006, 411pp.

    - War Volunteering in Modern Times (ed. with Christine G. Krüger), unter Vertrag bei Palgrave Macmillan, to be published in October 2010.

    - Introduction: Volunteers and Modern War, in: Sonja Levsen/ Christine G. Krüger: War Volunteering in Modern Times, Basingstoke 2010, ca. 20pp.

    - Constructing Elite Identities. University Students, Military Masculinity and the Consequences of the Great War in Britain and Germany, in: Past and Present 198 (2008), pp. 147-183.

    - Eliten am Scheideweg. Kriegsbilder und Rollenvorstellungen deutscher und britischer Studenten am Ende des Ersten Weltkrieges, in: Jörg Echternkamp u.a. (Hrsg.): Perspektiven der Militärgeschichte. Raum, Gewalt und Repräsentation in historischer Forschung und Bildung, München vorauss. 2010, ca. 15pp.

    - Männliche Bierbäuche oder männliche Muskeln? Studenten, Männlichkeit und Gesundheit zwischen 1900 und 1930, in: Martin Dinges (Hrsg.): Männlichkeit und Gesundheit im historischen Wandel ca. 1800-2000, Stuttgart 2007, pp. 175-190.

    - Levsen, Sonja: Charakter statt Bildung? Universitäten, Studenten und die Politik der Männlichkeit im späten 19. Jahrhundert, in: Jahrbuch für Historische Bildungsforschung 13 (2007), pp. 89-114.

    - Der „neue Student“ als „Führer der Nation“. Neuentwürfe studentischer Identitäten nach dem Ersten Weltkrieg, in: Alexandra Gerstner/Barbara Könczöl/Janina Nentwig (Hrsg): Der Neue Mensch. Utopien, Leitbilder und Reformkonzepte zwischen den Kriegen, Bern u.a. 2006, pp. 105-120.

    - „Heilig wird uns Euer Vermächtnis sein!“ – Tübinger und Cambridger Studenten gedenken ihrer Toten des Ersten Weltkrieges, in: Horst Carl/ Hans-Henning Kortüm/ Dieter Langewiesche/ Friedrich Lenger (Hrsg.): Kriegsniederlagen. Erfahrung und Erinnerung, Berlin 2004, pp. 145-61.

    - Gemeinschaft, Männlichkeit und Krieg. Militarismus in englischen Colleges und deutschen Studentenverbindungen am Vorabend des Ersten Weltkrieges, in: Christian Jansen (Hrsg.): Der Bürger als Soldat. Die Militarisierung europäischer Gesellschaften im langen 19. Jahrhundert: ein internationaler Vergleich, Essen 2004, pp. 230-46.

     

    FRIAS Research Project

    “Autorität und Demokratie. Debatten über die Erziehung der Jugend in Deutschland und Frankreich, ca. 1945-1970"

    „Erziehung“ war eines der großen Themen, welche die europäischen Gesellschaften nach 1945 umtrieben. In ganz Europa wurden Erziehungsfragen bereits unmittelbar nach Kriegsende intensiv diskutiert, als Reaktion auf die – verschieden erlebte und gedeutete – Katastrophe. Der gesellschaftliche Wandel der 1950er und 1960er Jahre ließ die Diskussionen um die Frage, wie man Jugendliche zu Bürgern der Zukunft formen könne und solle, immer wieder mit aller Schärfe aufflammen. Im Mittelpunkt des Projektes steht der Wandel von Erziehungsidealen und -praktiken in (West-) Deutschland und Frankreich zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und den späten 1970er Jahren. Debatten über Erziehung, insbesondere über die Erziehung der Jugend, waren in diesem Zeitraum stets auch Vergewisserungen über das Selbstverständnis der deutschen bzw. französischen Gesellschaft. In ihnen reflektierten Erzieher und Intellektuelle, Politiker und Medien über das Verhältnis von Autorität und Demokratie, über den Umgang mit der Vergangenheit und das Ideal des Bürgers der Zukunft. Sie eignen sich daher als Sonde, um neue Einblicke in grundlegende gesellschaftliche Entwicklungen der Nachkriegszeit zu gewinnen.