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Prof. Dr. Gabriele Haug-Moritz

Karl-Franzens-Universität Graz, A
Fellow
01.10.09-30.09.10

Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
School of History

    Lebenslauf

    Geboren 1959; 1999 PD, Habilitation (Neuere Geschichte), Universität Tübingen; 1991-1996 Ass.prof. Universität Tübingen; 2004-heute Professorin “Allgemeine Geschichte der Neuzeit”, Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich.

     

    Veröffentlichungen

    - Württembergischer Ständekonflikt und deutscher Dualismus. Ein Beitrag zur Geschichte des Reichsverbands in der Mitte des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 1992.

    - Der Schmalkaldische Bund (1530 – 1541/42). Eine Studie zu den genossenschaftlichen Strukturelementen der politischen Ordnung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, Leinfelden-Echterdingen 2002.

    - Die württembergische Ehrbarkeit (1648 – 1805). Annäherungen an eine bürgerliche Machtelite der Frühen Neuzeit, Sigmaringen 2009

    - (Gem. mit Sabine Holtz und Verena Kasper), Die österreichische Kaiserwürde (1804) und das Ende des Alten Reiches (1806) im Spiegel der Medien. Die Steiermark und der Südwesten des Reiches – ein Vergleich, Graz 2008.

    - (gem. mit Marlies Raffler und Hans-Peter Hye), Adel im langen 18. Jahrhundert, Wien 2009.

    - Zur Konstruktion von Kriegsniederlagen in frühneuzeitlichen Massenmedien – das Beispiel des Schmalkaldischen Krieges (1547 – 1552), in: Horst Carl et al. (Hgg.), Kriegsniederlagen. Erfahrungen und Erinnerungen, Berlin 2004, 345-374.

    - Le luthéranisme et le débat de la résistance 1529/30 à 1546/47, in: Religion et pouvoir légitime (christianisme, islam), Aix-en-Provence 2004, 27-40.

    - „Ob wir uns auch mit Gott / Recht und gutem Gewissen/ wehren mögen/ und Gewalt mit Gewalt vertreiben?“ zur Widerstandsdiskussion des Schmalkaldischen Krieges 1546/47, in: Luise Schorn-Schütte (Hg.), Das Interim 1548/50. Herrschaftskrise und Glaubenskonflikt, Heidelberg 2005, 488-509.

    - Judas und Gotteskrieger. Kurfürst Moritz, die Kriege im Reich der Reformationszeit und die „neuen“ Medien, in: Karlheinz Blaschke (Hg.), Moritz von Sachsen (…), Stuttgart 2007, 235-259.

    - The Holy Roman Empire, the Schmalkald League, and the Idea of Confessional Nation-Building, in: Proceedings of the American Philosophical Society 152/4 (2008), 427-439.

     

    FRIAS Forschungsprojekt

    "Religionsdissens, Krieg und Medienwandel im Reich und im Frankreich des 16. Jahrhunderts"

    Religiöse Pluralisierung und die Zunahme von Gewalt sind ebenso wie die wachsende und sich verändernde Bedeutung der Medien nicht allein Erscheinungen der Gegenwart. Sie waren auch Kennzeichen der europäischen Geschichte des 16. Jahrhunderts. Wir sind aber noch weit davon entfernt, diese Zusammenhänge theoretisch fundiert, methodisch reflektiert und empirisch begründet hinlänglich beschreiben zu können. Dabei können Religion und Politik nicht als überhistorisch-universelle Phänomene verstanden werden. Vielmehr sind sie durch den  können, sondern dass sie durch dem historischen Wandel unterworfene Diskurse und Praktiken geprägt, die den Raum des Religiösen und Politischen überhaupt erst konstituieren. Im Zentrum des Interesses stehen daher die zeitspezifischen medialen Konfigurationen und die sich aus ihnen ergebenden Be- und Entgrenzungen gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse. Sie sollen für den Schmalkaldischen Krieg (1546/47) und die Anfangsphase der Französischen Religionskriege (1562/63) exemplarisch untersucht werden.