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Freiburger Horizonte heute: Hans von Storch über Klimamodelle

Im Rahmen der Reihe "Freiburger Horizonte" spricht Prof. em. Dr. Hans von Storch, Meteorologe und Leiter des Instituts für Küstenforschung (Helmholtz-Zentrum Geesthacht) über Modelle in der Klimaforschung. Im Fokus stehen dabei die verschiedenen Typen von Modellen und ihre Anwendungsgebiete bzw. Zielsetzungen. Diskutiert werden soll vor allem, welche Art von Wissen die einzelnen Modelle generieren.

Wissenschaftliche Sachverhalte zu popularisieren ist oft mit Risiken verbunden. Klimaforschung ist dafür das beste Beispiel: Wenig andere Themen polarisieren die Öffentlichkeit so stark wie der Klimawandel. Vor einem „Hype der Klima-Angst“ warnt Prof. em. Dr. Hans von Storch, Meteorologe und Klimaforscher, seine Devise für eine nachhaltige Klimaforschung ist daher „Wissen schaffen“.

Darum wird es auch bei seinem Vortrag im Rahmen der Freiburger Horizonte gehen. Ausgangspunkt ist zunächst die Bestandsaufnahme der verschiedenen Modelle, die in der Klimaforschung mit verschiedenen Zielsetzung angewendet werden. Von Storch unterscheidet zwischen konzeptionellen Modellen, die stark vereinfachen und in erster Linie auf Verstehen abzielen, und numerischen bzw. quasirealistischen Modellen, die einen hohen Komplexitätsgrad aufweisen und dann herangezogen werden, wenn es um die Einschätzung möglicher Entwicklungen im Klimasystem geht, beispielsweise bei Vorgaben für die Emission von Treibhausgasen. Auf Basis dieser Topologie soll diskutiert werden, welche Art von Wissen mit solchen Modellen generiert wird.

Hans von Storch ist Professor emeritus für Meteorologie an der Universität Hamburg und war von 2008 bis 2015 Leiter des Instituts für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Er ist außerdem Autor des Buches „Die Klimafalle: Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung“ (2013).

Der Vorschlag schließt thematisch an den diesjährigen FRIAS Forschungsschwerpunkt „Environmental Forecasting“ an. Untersucht werden dabei Modelle aus einer Vielzahl von Disziplinen, unter anderem auch in der Meteorologie, mit dem Ziel, eine Best Practice für zuverlässige Umweltprognosen abzuleiten.

Freiburger Horizonte - Hans von Storch

 

Zum Referenten

Hans von Storch ist Professor emeritus für Meteorologie an der Universität Hamburg. Von 2008 bis 2015 leitete er das Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Er ist außerdem Autor des Buches „Die Klimafalle: Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung“ (2013).

Weitere Informationen unter https://www.frias.uni-freiburg.de/de/veranstaltungen/freiburger-horizonte/von-storch