Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Artikelaktionen

Sie sind hier: FRIAS Mitteilungen Mitteilungen Archiv

Mitteilungen Archiv

FRIAS schreibt 3 attraktive Förderprogramme neu aus

FRIAS Forschungsschwerpunkte für das Akademische Jahr 2016/17

(Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.)

Auch in diesem Jahr schreibt das FRIAS sein erfolgreiches Förderprogramm „Forschungsschwerpunkte“ aus. Die Ausschreibung richtet sich an Antragstellergruppen aus Forschungsgebieten der Universität Freiburg, die sich durch hervorragende wissenschaftliche Leistungsfähigkeit auszeichnen und möglichst bereits internationale Sichtbarkeit erreicht haben.

Gefördert werden bis zu zwei Forschungsschwerpunkte für das Akademische Jahr 2016/17. Erstmalig können dabei in diesem Jahr Forschungsschwerpunkte unterschiedlicher Größe zwischen vier und zwölf Fellows beantragt werden. Damit wird das Förderprogramm noch besser den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Forschungsgebiete an der Universität Freiburg gerecht. Antragsberechtigt sind Teams von bis zu vier hauptamtlichen Professorinnen und Professoren, die im Erfolgsfall selber ein FRIAS Fellowship erhalten können. Pro Antragstellergruppe kann maximal ein/e Juniorprofessor/in beteiligt sein.

Mehr Informationen unter:

www.frias.uni-freiburg.de/de/aktuelles/wiss-ausschreibungen/ausschreibung-forschungsschwerpunkte-2016-17

 

FRIAS Projektgruppen 2015/16

(Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.)

Erstmalig schreibt das FRIAS bis zu drei Projektgruppen aus einem Forschungsgebiet der Universität Freiburg aus. Dieses Förderformat ist geeignet, fachliche Kooperationen in einem frühen Stadium zu fördern. Eine Projektgruppe kann mehrere Fachgebiete umfassen und ist durch einen gemeinsamen Forschungsgegenstand oder eine verbindende Fragestellung gekennzeichnet. Die Förderphase erstreckt sich wahlweise über 12 bis 18 Monate und liegt in dem Zeitraum zwischen 1.10.2015 und 30.4.2017.

Antragsberechtigt sind Teams von drei bis sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, davon mindestens zwei hauptamtliche Professorinnen und Professoren der Universität Freiburg. Die Projektgruppe erhält Mittel für Veranstaltungen, Reisen und Einladungen von Gastwissenschaftler/innen. FRIAS unterstützt die Arbeit der Projektgruppe organisatorisch. Fellowships für die Antragstellenden sind mit diesem Förderangebot nicht verbunden.

Mehr Informationen unter:

www.frias.uni-freiburg.de/de/aktuelles/wiss-ausschreibungen/ausschreibung-projektgruppen-2015-2016

 

Gemeinsames Fellowship-Programm Strasbourg - Freiburg 2015-17

(Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.)

Zum zweiten Mal schreibt das FRIAS gemeinsam mit dem Université de Strasbourg Institut d’Études Avancées (USIAS) zum Oktober 2015 Fellowships für gemeinsame Forschergruppen der Universitäten Strasbourg und Freiburg aus. Die Ausschreibung richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Universitäten, die einen gemeinsamen Antrag für ein Forschungsprojekt von bis zu 24 Monaten Dauer stellen können. Die Beteiligung weiterer Wissenschaftler, insbesondere aus dem Oberrheingebiet und der Universität Basel, wird ausdrücklich begrüßt.

Die erste Fellowgeneration des Programms, die ihre Kooperationsprojekte seit Oktober 2013 durchführt, beweist bereits den Erfolg dieses Förderformates. Die zweite gemeinsame Ausschreibung ist nun ein wichtiger Schritt zur Verstetigung der Forschungskooperationen zwischen den Universitäten Strasbourg und Freiburg.

Mehr Informationen unter:

www.frias.uni-freiburg.de/de/wege-ins-frias/joint-call-frias-usias

Lesung mit Sven Beckert

Am 10.12.2014 liest Sven Beckert, ehemaliger Fellow der FRIAS School of           History und Professor für Geschichte an der Harvard University, aus seinem   im  September erschienenen Werk „King Cotton“.

Am Beispiel eines einzigen Produktes, der Baumwolle, schildert der Autor darin die Geschichte des Kapitalismus. Er zeigt seine Entstehung und Entwicklung sowie die kontinuierlichen Auswirkungen des Kapitalismus auf die Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen der Menschen auf der ganzen Welt.

Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussion mit Thomas Steiner (Kulturredaktion der Badischen Zeitung) und Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier (Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Freiburg) statt.

Die in Kooperation mit der Badischen Zeitung organisierte Veranstaltung ist öffentlich.

Veranstaltungsort ist das BZ-Haus, Bertoldstr. 7.

 

 

12/2014

18. Hermann Staudinger Lecture mit Nobelpreisträger David Wineland am 9. Dezember 2014

Die Hermann-Staudinger-Lecture Series ist eine im Jahr 2008 von der ehemaligen FRIAS School of Soft Matter Research initiierte Vortragsreihe, zur der das FRIAS zwei- bis dreimal jährlich meist internationale Nobelpreisträger zu einem Vortrag nach Freiburg einlädt. Die Vortragsreihe wurde nach dem Freiburger Nobelpreisträger Hermann Staudinger benannt, der von 1926-1951 an der Freiburger Universität lehrte und 1953 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde.

 

Der Vortrag ist öffentlich, Eintritt frei.

Datum: 09.12.2014

Uhrzeit: 16:15 Uhr

Veranstaltungsort: Pathologie/Anatomie, Albertstr. 19, 79104 Freiburg

 

Superposition, Entanglement, and Raising Schrödinger’s Cat

Research on precise control of quantum systems occurs in many laboratories throughout the world, for fundamental research, new measurement techniques, and more recently for quantum information processing. I will briefly describe experiments on quantum state manipulation of atomic ions at the National Institute of Standards and Technology (NIST), which serve as examples of similar work being performed with many other atomic, molecular, optical (AMO) and condensed matter systems around the world. This talk is in part the “story” of my involvement that I presented at the 2012 Nobel Prize ceremonies.

 

12/2014

Ausschreibung des Fellowship-Programms "Eurias"

 

Als Mitglied im Netzwerk europäischer Institutes for Advanced Study (NetIAS) beteiligt sich das FRIAS am gemeinsamen Fellowship-Programm „Eurias“ (European Institutes for Advanced Study Fellowship Programme). Seit 2004 bietet das internationale Programm herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit eines zehnmonatigen Forschungsaufenthaltes an einem der 16 beteiligten, international renommierten Institute (Berlin, Bologna, Budapest, Cambridge, Delmenhorst, Edinburgh, Freiburg, Helsinki, Jerusalem, Lyon, Marseille, Paris, Uppsala, Wien, Wassenaar, Zürich). Die Fellowships richten sich vornehmlich an Forschende aus den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften.

Das FRIAS ruft internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, sich im Rahmen des Eurias-Programms für einen Fellowship-Aufenthalt am FRIAS zu bewerben. Freiburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben umgekehrt die Möglichkeit, sich für ein Fellowship an einem der Institute außerhalb Deutschlands zu bewerben

Die Bewerbungsfrist für das akademische Jahr 2015/16 läuft bis zum 5. Juni 2014.

 

Weitere Informationen finden Sie im Ausschreibungstext und den Antragsformalitäten >>

 

04/2014

Moos schlägt Mensch: Einfache Moospflanzen übertreffen Menschen in der Anzahl ihrer Gene

Auf genetischer Ebene sind Moose komplexer als Menschen: Eine Gruppe deutscher, belgischer und japanischer Wissenschaftler, die der LifeNet Internal Senior Fellow Prof. Dr. Ralf Reski koordiniert hat, beschreibt in einer aktuell veröffentlichten Studie die 32.275 proteinkodierenden Gene des Laubmooses Physcomitrella patens.
Moos schlägt Mensch: Einfache Moospflanzen übertreffen Menschen in der Anzahl ihrer Gene

Moos (c) Pflanzenbiotechnologie Uni Freiburg

Auf genetischer Ebene sind Moose komplexer als Menschen: Eine Gruppe deutscher, belgischer und japanischer Wissenschaftler, die der Biologe und LifeNet Internal Senior Fellow Prof. Dr. Ralf Reski koordiniert hat, beschreibt in einer aktuell veröffentlichten Studie die 32.275 proteinkodierenden Gene des Laubmooses Physcomitrella patens. Dies sind ungefähr 10.000 Gene mehr als das menschliche Genom enthält. Moose sind Winzlinge mit einfachem Bauplan: Sie haben keine Wurzeln, keine Blüten und produzieren keine Samen. Deshalb dachte man lange Zeit, dass diese Pflanzen auch auf genetischer Ebene einfach seien.

Seit mehreren Jahren untersucht Reski das Laubmoos Physcomitrella. Seine Arbeiten haben wesentlich dazu beigetragen, dass diese Pflanze inzwischen weltweit als Modellorganismus für die Grundlagenforschung, für die Biotechnologie und in der Synthetischen Biologie anerkannt ist. Infolgedessen hat das Genominstitut des US-amerikanischen Energieministeriums das Physcomitrella-Genom kürzlich als „Flaggschiffgenom“ geadelt. Die Experten glauben, dass Flaggschiffgenome Informationen enthalten, die dabei helfen werden, durch den globalen Klimawandel bedingte Herausforderungen zu bewältigen – dazu gehört etwa die Hoffnung auf verbesserte Ernteerträge, Krankheits- und Insektenresistenz sowie die effizientere Produktion von Biokraftstoffen.

Für ihre aktuelle Studie sammelten die Wissenschaftler alle verfügbaren Informationen über das Moosgenom und dessen Transkription und nutzten diese Daten für eine neue bioinformatische Analyse. Das Ergebnis ist frei verfügbar über die Plattform www.cosmoss.org, die vom Freiburger Lehrstuhl für Pflanzenbiotechnologie entwickelt wurde und gepflegt wird. Durch das Zusammenführen aller verfügbaren Daten über DNA und RNA bestimmten die Wissenschaftler nicht nur die 32.275 Gene, die Proteine kodieren. Das Forschungsteam klärte auch die so genannte „dunkle Materie des Genoms“ auf, also diejenigen Regionen der Erbsubstanz, die in kleine nicht-kodierende RNAs, wie zum Beispiel microRNAs, übersetzt werden.

„Eines unserer verblüffenden Resultate ist, dass 13 Prozent der Physcomitrella-Gene keine eindeutigen Verwandten in einem anderen sequenzierten Organismus haben. Eine tiefere Analyse dieser seltenen Gene wird uns helfen, die verborgenen Schätze des Moosgenoms zu heben“, sagt Reski. „Obwohl wir es unerfreulich finden mögen, dass Moose den Menschen in der Zahl der Gene weit übertreffen, kann gerade diese Tatsache unsere Zukunft sichern.“

Ralf Reski leitet den Freiburger Lehrstuhl für Pflanzenbiotechnologie. Der Biologe ist Mitglied des Exzellenzclusters BIOSS Center for Signalling Studies sowie Internal Senior Fellow der School of Life Sciences - LifeNet am FRIAS. Darüber hinaus ist Reski Mitbegründer des Trinationalen Instituts für Pflanzenforschung TIP und ab Oktober auch Senior Fellow am USIAS, dem französischen Institute for Advanced Study der Universität Strasbourg.

Originalveröffentlichung: Andreas Zimmer, Daniel Lang et al. (2013): Reannotation and extended community resources of the non-seed plant Physcomitrella patens provide insights into the evolution of plant gene structures and functions. BMC Genomics 14, 498. >> zum Volltext

Kontakt: Prof. Dr. Ralf Reski, ralf.reski@frias.uni-freiburg.de

08/2013

Femi Osofisan zu Gast im FRIAS

Mit Femi Osofisan aus Ibadan ist am Mittwoch, 10. Juli, einer der bedeutendsten Schriftsteller Afrikas zu Gast im FRIAS. Der nigerianische Dramatiker, Lyriker, Erzähler, Theaterregisseur, Kulturkritiker und Literaturprofessor an der University of Ibadan wird im Rahmen des literaturwissenschaftlichen Kolloquiums der School of Language & Literature über das Thema „Globalization and the African Playwright: Some Personal Encounters with European Theatre“ sprechen. Interessierte Gäste, insbesondere auch Studierende, sind sehr willkommen, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mi, 10. Juli 2013, 10.15 Uhr, FRIAS-Seminarraum, Albertstraße 19

Kontakt: Dr. Gesa von Essen, gesa.von-essen@frias.uni-freiburg.de

15. Hermann Staudinger Vortrag mit Chemie-Nobelpreisträger Peter Agre

Medizinische Forschung als Türöffner

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hermann Staudinger Lectures“ hielt der amerikanische Mediziner und Molekularbiologe Prof. Dr. Peter Agre, Direktor des Johns Hopkins Malaria Research Institute in Baltimore/USA, am Donnerstag, 27. Juni 2013, um 17.15 Uhr im Anatomie-Hörsaal (Albertstraße 19), einen Vortrag in englischer Sprache zum Thema „Opening Doors Worldwide through Medical Science“.

Agre gewährte Einblicke in vier Jahrzehnte medizinischer Forschung, die ihn mit Forschungslaboren weltweit in Verbindung gebracht hat. Dabei wurde deutlich, wie gesellschaftliches Engagement und Verantwortung zum Selbstverständnis des Nobelpreisträgers gehören.

Peter Agre hat im Jahr 2003 gemeinsam mit dem amerikanischen Forscher Prof. Dr. Roderick MacKinnon den Nobelpreis für Chemie erhalten. Die beiden Wissenschaftler wurden für ihre Erforschung von Wasserkanälen in Zellmembranen ausgezeichnet. Mit der Entdeckung des Membranproteins „Aquaporin“ gelang es Agre, den lange gesuchten Wasserkanal zu finden und die molekularen Vorgänge beim zellulären Wassertransport zu entschlüsseln. Für das Verständnis vieler Krankheiten in Herz, Niere und Nervensystem spielt dies eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen >>

Kontakt: Dr. Britta Küst, britta.kust@frias.uni-freiburg.de

06/2013

Der Wert des Körpers: 3. Interdisziplinäres Symposion des Freiburg Institute for Advanced Studies

Wasser, Kohlen- und Sauerstoff, ein paar chemische Elemente: der Materialwert des menschlichen Körpers beträgt wenige Euro. Gleichzeitig ist das Geschäft mit Körpern und Körperteilen eine milliardenschwere Industrie, die – etwa in Form von kosmetischen Eingriffen oder Doping – eine verlockende Wertsteigerung des Körpers verspricht. Gegenwärtige Wertschöpfungsprozesse reichen von der subjektiven Sakralisierung des Körpers  bis hin zur Gewinnmaximierung am kranken Körper. Der Frage, welche Formen der Wertschätzung und Wertschöpfung in Ökonomie und Politik, Kunst und Literatur sowie Geschichte und Medizin beschrieben werden können, gingen die Beiträge des 3. Interdisziplinären FRIAS-Symposions „Der Wert des Körpers“ nach. Die Veranstaltung fand von Donnerstag, 13. Juni, bis Freitag, 14. Juni 2013, in der Aula der Albert-Ludwigs-Universität statt. Mit Beiträgen aus Philosophie, Geschichte, Soziologie, Kunst- und Literaturwissenschaft, Sportwissenschaft, Biologie, Medizin und Informatik bot die Tagung ein breites Spektrum an Perspektiven auf den Körper.

Als künstlerischen Bestandteil des Symposions zeigte das Theater Freiburg an beiden Abenden die Tanzperformance „Show and Tell“ der in Zürich lebenden Choreografin Simone Aughterlony (www.theater.freiburg.de). In der Aula der Universität wurden während des Symposions zwei Holz-Körperskulpturen der Freiburger Künstlerin Celia Brown ausgestellt.

Programm

06/2013

Chemie-Nobelpreisträger Richard R. Schrock zu Gast am FRIAS

14. Hermann Staudinger Vortrag  zum Thema Ammoniaksynthese

Im Rahmen der vom Freiburg Institute for Advanced Studies organisierten Vortragsreihe „Hermann Staudinger Lectures“ hielt der amerikanische Chemiker und Nobelpreisträger Prof. Richard R. Schrock, MIT Cambrigde/USA, am Montag, den 10. Juni 2013, um 17:15 Uhr im Chemie-Hörsaal, Albertstraße 21, 79104 Freiburg, einen Vortrag in englischer Sprache zum Thema „How to reduce dinitrogen catalytically to ammonia with protons and electrons“.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist bekannt, dass Leguminosen, also Hülsenfrüchtler wie Alfalfa-Sprossen, Klee, Erbsen oder Bohnen, die Fähigkeit haben, Luftstickstoff zu fixieren und in Ammoniak umzuwandeln, wodurch die Pflanzen den Stoff verwerten können. Dieser Prozess ist Voraussetzung für alles Leben und findet pro Jahr auf der Erde in einer Größenordnung von geschätzten 100 Millionen Tonnen statt.
Die Reduktion von Stickstoff wird über ein Enzym in Bodenbakterien bewerkstelligt und gehört zu den komplexesten katalytischen Reaktionen, die in der Biologie bekannt sind. Vierzig Jahre lang haben Forscherinnen und Forscher daran gearbeitet, die Reduktion von Stickstoff zu Ammoniak auch ohne das Enzym durchzuführen, bevor dies schließlich 2003 gelang. In seinem Vortrag erläuterte der Nobelpreisträger die Mechanismen im Einzelnen.

Schrock wurde im Jahr 2005 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Seine Forschungen im Bereich der organischen Synthese sind für die chemische Industrie von großer Bedeutung, etwa bei der umweltschonenden Herstellung von Pharmazeutika, Düngemitteln und Brennstoffen.

06/2013

Weitere Informationen >>


Lenka Jiroušková erhält Forschungspreis 2013 der School of Language & Literature

Für ihre Habilitationsschrift „Der heilige Wikinger Olav Haraldsson und sein hagiographisches Dossier. Text und Kontext der Passio Olavi (mit kritischer Edition)“ wurde PD Dr. Lenka Jiroušková vom Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters der Universität Freiburg auf Vorschlag einer Auswahlkommission aus Fellows des FRIAS und nach einstimmiger Bestätigung durch den Wissenschaftlichen Beirat der School of Language & Literature mit dem Forschungspreis der LiLi-School für das Jahr 2013 ausgezeichnet. Mit dem Preis ist die Zusage verbunden, die Untersuchung in der FRIAS-Schriftenreihe „linguae & litterae“ zu publizieren.

Jirouskova (privat).jpg

Lenka Jiroušková (Foto: privat)

Im Zentrum der Arbeit von Lenka Jiroušková steht mit der Passio sancti Olavi, die im 12. Jahrhundert entstand, eines der ältesten Produkte der lateinischen Buchliteratur Norwegens. Der Text stilisiert den 1030 in der Schlacht von Stiklesta gefallenen Wikingerkönig Olav Haraldsson ein gutes Jahrhundert nach seinem Tod als christlichen Märtyrer und kann in dieser Synthese von Heiligem und Heros als eines der bemerkenswertesten hochmittelalterlichen Beispiele für einen politisch funktionalisierten Umgang mit der Dichotomie von Macht und Heiligkeit gelten. Überraschenderweise jedoch blieb die Passio Olavi in ihrer Gesamtheit bis heute unediert, so dass Frau Jiroušková in ihrer preisgekrönten Studie ein doppeltes Ziel verfolgt: Einerseits geht es um die Realisierung einer kritischen Neuausgabe des Textes, andererseits um eine literarische und kulturgeschichtliche Würdigung der Produktion und Rezeption dieses hagiographischen Dossiers.

Die Auswahlkommission zeigte sich beeindruckt von der philologischen Gelehrsamkeit, mit der Jiroušková ein „Glanzstück an textgenetischer Detektivarbeit“ vorgelegt habe: „Mit der Auswertung der internen Bezüge des Materials und der Skizzierung liturgischer Gebrauchs- und Funktionsweisen stellt die Arbeit eine produktive Verbindung von historisch-philologischer Detailarbeit und kulturhistorischem Weitblick her“. Sowohl aus der Sicht mittellateinischer Expertise als auch aus der Fachperspektive der Skandinavistik stelle Jirouškovás Edition und analytische Monographie eine „Pionierleistung“ dar, die „den Rang eines Standardwerks beanspruchen darf.“

Kontakt: Dr. Gesa von Essen, gesa.von-essen@frias.uni-freiburg.de

06/2013