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You are here: FRIAS Fellows Fellows 2016/17 Prof. Dr. Lars P. Feld

Prof. Dr. Lars P. Feld

Walter Eucken Institut/Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Economic Policy
President's Fellow
October 2014 - March 2015

Room 02 006
Phone +49 (0)761-203 97363
Fax +49 (0)761-203 97451

 

CV

Prof. Dr. Lars P. Feld (geb. 1966, verheiratet, drei Kinder) ist seit 2010 Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Univer­si­tät Freiburg und Direktor des Walter-Eucken-Instituts. Er ist zudem ständiger Gastprofessor am Zentrum für Europäische Wirtschafts­­for­schung (ZEW) Mannheim, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen, Mitglied des Unabhängigen Beirats beim Stabilitätsrat, Sprecher des Kronberger Kreises (Wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Marktwirtschaft), Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) sowie Mitglied der Mont Pèlerin Society.

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes, promovierte er 1999 an der Universität St. Gallen und habilitierte sich dort im Jahr 2002. Von 2002 bis 2006 war er Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und von 2006 bis 2010 Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Univer­si­tät Heidelberg. Im Jahr 2007 wurde er als Sachverständiger für die Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der Bund-Länder-Finanzbe­zie­hun­gen (Föderalismuskommission II) benannt und wirkte somit beratend an der neuen deutschen Schuldenbremse mit. Von 2005 bis 2012 war er federführender Herausgeber der Perspektiven der Wirtschaftspolitik und von 2007 bis 2009 Präsident der European Public Choice Society.

Im Sommer 2013 wurde er von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in einem Ranking zum einflussreichsten deutschen Ökonomen gekürt. Seine Forschungsschwerpunkte finden sich in verschiedenen Bereichen der Wirtschaftspolitik der Finanzwissenschaft, der Neuen Politischen Ökonomie und der ökonomischen Analyse des Rechts.

 

Publikationen (Auswahl)

  • Do Large Cabinets Favor Large Governments?, Evidence on the Fiscal Commons Problem for Swiss Cantons, Jour­­nal of Public Economics 93 (1-2), 2009, S. 35 – 47 (mit Chri­stoph A. Schalt­egger).
  • Self-Perceptions, Government Policies and Tax Compliance in Germany, International Tax and Public Finance 19 (1), 2012, S. 78 – 103 (mit Claus Larsen).
  • Sustainability of Public Debt in Germany – Historical Considerations and Time Series Evidence, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik/ Journal of Economics and Statistics 233 (3), 2013, S. 291 – 335 (mit Heiko T. Burret und Ekkehard A. Köhler).
  • Capital Structure Choice and Company Taxation: A Meta-Study, Journal of Banking & Finance 37 (8), 2013, S. 2850 – 2866 (mit Jost H. Heckemeyer und Michael Overesch).
  • Revisiting the Link between Growth and Federalism: A Bayesian Model Averaging Approach, erscheint in: Journal of Comparative Economics 42, 2014 (mit Zareh Asatryan).

 

FRIAS-Projekt

 

"Eurodisziplin - eine Währungsordnung für Europa"

Die Stabilisierung des Euro erscheint als unendliche Geschichte. Immer wieder tauchen neue Unsicherheiten und Gefahren auf. Die Krise wird zum Dauerzustand, euroskeptische Stimmen gewinnen an Zustimmung – nicht nur in Deutschland – und das Verhältnis zwischen den europäischen Staaten, zudem zwischen ihren Regierungen und ihren Bevölkerungen leidet. Gleichwohl sind rein politisch motivierte Bekenntnisse zur gemeinsamen Währung gefährlich. Die jüngsten Entwicklungen machen vielmehr deutlich, dass die Fähigkeit und die Bereitschaft der europäischen Staaten, Fehlentwicklungen mit frischem Geld kurzfristig zu kaschieren, immer mehr an ihre Grenzen stoßen. Viele Menschen fragen sich vor diesem Hintergrund: Gibt es keine grundsätzlichen Entscheidungen, die getroffen werden könnten, um die Dauerkrise wirksam zu beenden?