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You are here: FRIAS Fellows Fellows 2017/18 Dr. Isabelle Deflers

Dr. Isabelle Deflers

University of Freiburg
History
Junior Fellow
March - July 2018; October 208 - February 2019

Room 02 018
Phone +49 (0)761 203-97384
Fax +49 (0)761 203-97451

CV

Nach einem Studium der Rechtswissenschaft in Paris XII und Osnabrück habe ich im Bereich der Rechtsgeschichte über Melanchthons Auffassung vom Recht und Staat an der Rechtsfakultät der Universität Osnabrück promoviert. In diesem Rahmen war ich vom 1997 bis 2000 DFG-Stipendiatin des Graduiertenkollegs „Bildung in der Frühen Neuzeit“ und anschließend am Centre Marc Bloch in Berlin Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung. Im Jahre 2003 war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue und Neuere Rechtsgeschichte von Prof. Dr. Rainer Schröder zum DFG Projekt "Zivilrechtskultur der DDR" an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig.

Im Jahre 2004 habe ich die Rechtsanwaltsschule in Paris erfolgreich absolviert. In der Zwischenzeit hatte ich mich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Heidelberg am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit bei Prof. Dr. Thomas Maissen beworben, wo ich vom Januar 2015 bis 2010 als Postdoktorandin tätig war. Im akademischen Jahr 2010/11 habe ich als Junior Fellow an der School of History am FRIAS an meiner Habilitation über das Bild Preußens in Frankreich am Ende des Ancien Régime gearbeitet. Im Dezember 2013 wurde mein Habilitationverfahren an der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg erfolgreich abgeschlossen und mir die Venia Legendi für Neuere und Neueste Geschichte verliehen. Seit Oktober 2011 (und bis voraussichtlich Mai 2019) lehre ich als Akademische Rätin am Historischen Seminar der Universität Freiburg. Während meiner Zeit in Freiburg sind auch meine beiden Söhne zur Welt gekommen und ein neues Forschungsprojekt entstanden, das sich mit den Verflechtungen zwischen Militär und Aufklärung im europäischen Raum beschäftigt.

Selected Publications

  • Lex und ordo. Eine rechtshistorische Untersuchung der Rechtsauffassung Melanchthons (= Schriften zur Rechtsgeschichte ; 121) Berlin 2005.
  • Ludwig XIV.: Vorbild und Feindbild. Die Inszenierung und Rezeption der Herrschaft eines barocken Monarchen. Zwischen Heroisierung, Nachahmung und Dämonisierung, hg. von Isabelle Deflers und Christian Kühner (Studien des Frankreich-Zentrums der Universität Freiburg), Erich Schmidt Verlag, Berlin (in Vorbereitung).
  • Diderot und die Macht/Diderot et le pouvoir, hg. von Isabelle Deflers (Studien des Frankreich-Zentrums der Universität Freiburg, Bd. 23), Erich Schmidt Verlag: Berlin, 2015.
  • "Die Militärreformen des Comte von Saint-Germain, oder der Zankapfel zwischen ausländischen Vorbildern und nationalen Stereotypen“, in: Zeitschrift für Historische Forschung 42/3 (2015), S. 411-432. Link
  • "Französische Berichte von einer ‚Studienreise" über das preußische Militär im Jahre 1786“, in: Historische Zeitschrift 302/3 (2016), S. 623-643. Link

FRIAS Research Project

The “Military Enlightenment” in Europe

The “New Military History” has been flourishing for the past few decades. Unlike the older histories of battles and wars, it treats the military from the perspective of social history and the history of mentalities, leading to completely new questions. In the eighteenth century alone, war with German participation prevailed for some sixty years, meaning that the public and in particular the representatives of the Enlightenment were per force confronted with the machinery of war, battles, war propaganda, and the political consequences of military violence. In accordance to one of the characteristic features of the “Enlightenment”, they reacted by attempting to improve the conditions of their own day and age through “critical thinking in practical intention”. The sense of responsibility towards mankind and the commonwealth was stressed, which presupposes that the Enlightenment philosophers were convinced of their potential for organization and improvement. As members of a trained elite, the officers and military experts were also affected by the newly emerging sciences and the new understanding of humankind. Also representatives of the Enlightenment were intensely involved in this debate. That is the reason why both of these groups are at the centre of my new research project, which goal is to examine the places of encounter, the means of communication and the influences between the civil society and the members of the military.