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Nachwuchskonferenz - Heterodoxien zwischen Ablehnung und Anerkennung in der Moderne

Wann 04.09.2019 um 18:00 bis
06.09.2019 um 12:15
Wo FRIAS, Albertstr. 19, Seminarraum
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Teilnehmer Universitätsoffen / Open to university members
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Die geplante Konferenz zielt auf eine historische Typologie der Gründe für die Dynamik des wissenschaftlichen Wandels in den Geisteswissenschaften. Dafür sind Heterodoxien die privilegierten Untersuchungsobjekte, weil sie verhindern, dass der historisch-epistemologische Blick einem teleologischen Präsentismus erliegt; die Moderne (circa 1880 bis 1950) ist die privilegierte Untersuchungsperiode, weil spätestens um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts die Einheit der Wissenschaft nicht mehr allgemein akzeptiert wird.
 
Auf welcher Grundlage und unter welchen Umständen werden wissenschaftliche Heterodoxien als Innovationen anerkannt, als Minderheitenpositionen toleriert oder als Aberrationen abgelehnt? Welche Prozesse begünstigen die Integration alternativer Theorien in ein dominantes Paradigma, welche begünstigen wiederum ihre Marginalisierung? Wie muss etwas Neues beschaffen sein und präsentiert werden, damit es im Kanon der gültigen Gelehrsamkeitsformen verankert werden kann? Wie werden heterodoxe Ideen argumentativ begründet und kommunikativ verhandelt? Wie ist die Reziprozität von Esoterik und Exoterik zu verstehen? Welche Rolle spielen gesellschaftspolitische Prozesse, charismatische Persönlichkeiten und Netzwerke? Das sind Fragen, denen die geplante Konferenz ›Heterodoxien zwischen Anerkennung und Ablehnung in der Moderne‹ nachgehen will.
 
Um der Vielfalt der Aspekte und der epistemischen Situationen, in denen geisteswissenschaftliche Heterodoxien in der Moderne auftreten und sich entwickeln, gerecht zu werden, sollen sich unterschiedliche methodische Sichtweisen ergänzen: Ansätze aus der Ideengeschichte, der Argumentationstheorie, der Diskursanalyse, der Institutionengeschichte, der Gruppensoziologie und der Praxeologie sind möglich.
 
 
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