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FRIAS Junior Researcher Conference - Apokryphe Schriften. Rezeption und Vergessen in der Wissenschaft vom Öffentlichen Recht

Wann 30.03.2017 um 00:00 bis
01.04.2017 um 00:00
Wo FRIAS, Albertstr. 19, Seminarraum
Name
Kontakttelefon +49 (0)761 203-97398
Teilnehmer nach Anmeldung / Registration required
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Schwabentor


(c) FWTM/Raach


Die Rechtswissenschaft kennt kanonische Texte und denkt wie kaum eine andere Wissenschaft in Entwicklungslinien und Begriffstraditionen. Wie diese Rezeptionsvorgänge funktionieren und aus welchen Gründen sich einige Ansätze durchsetzen, andere hingegen ins Abseits geraten, ist bislang jedoch nicht systematisch untersucht worden. Die Tagung „Apokryphe Schriften“ am FRIAS will diesen Mechanismen des Erinnerns und Vergessens in der bundesrepublikanischen Wissenschaft vom Öffentlichen Recht nachspüren. Erkenntnisleitend ist dabei kein rein archäologisches Interesse: Da sich Rechtsprechung und Rechtsetzung regelmäßig auf rechtswissenschaftliche Erkenntnisse beziehen, ist vielmehr im hohem Maße normativ relevant, welche Faktoren den (Miss-)Erfolg von Theorien steuern. Das spezifische Interesse der Tagung gilt bei alldem dem Schicksal jener Texte und Autor*innen, die trotz anerkannter Qualität niemals oder zumindest nicht mehr Teil des juristischen Kanons waren bzw. sind und die heute gewissermaßen die „apokryphen Schriften“ des Faches bilden. An ihrem Beispiel lässt sich die analytische Frage nach den Rezeptionsbedingungen mit der Suche nach theoretischen und dogmatischen Alternativen zum gegenwärtigen Diskurs verbinden.


Call for Papers

Die vom 30. März bis 1. April 2017 stattfindende Tagung gliedert sich in drei Teile. Für den dritten Teil der Tagung ist vorgesehen, dass in vier bis sechs Referaten (jeweils 20-30 Minuten) heute „apokryphe“ Autor*innen und/oder Werke vorgestellt werden, wobei in jedem Vortrag die Gründe für die (fehlende) Rezeption mitbedacht werden sollen. Da Rezeption zunächst ein empirisches Phänomen ist, soll hier nicht durch eine Vorauswahl gesteuert, sondern die Frage danach, welche Autoren/innen und Werke möglicherweise zu Unrecht vergessen sind, der Wissenschaftsgemeinschaft anvertraut werden.

Kurze Exposés (max. 2 Seiten) von Wissenschaftler*innen, die sich an der Erforschung der Mechanismen des Erinnerns und Vergessens beteiligen wollen und dies anhand des Lebenslaufes und/oder Werkes einer Autorin/eines Autors näher untersuchen wollen, sind daher sehr willkommen. Bewerbungen können bis zum 30.10.2016 per Mail an die folgende Adresse gesandt werden:

Die Referate sollen in einem Tagungsband veröffentlicht werden. Das FRIAS wird die Reisekosten sowie sämtliche Kosten für Unterkunft und Verpflegung tragen.


Weitere Informationen


Tagungsorganisation:

    • Dr. Nikolaus Marsch, D.I.A.P. (ENA) (Universität Freiburg)
    • Dr. Laura Münkler (LMU München)
    • Dr. Thomas Wischmeyer (Universität Freiburg)