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Geisteswissenschaftliches Kolloquium - Peter Itzen (Freiburg): Tod auf den Straßen. Überlegungen zu einer Geschichte des Verkehrsunfalls in Deutschland im 20. Jahrhundert

Wann 02.06.2014
von 13:15 bis 14:00
Wo FRIAS, Albertstr. 19, Seminarraum
Name
Kontakttelefon +49 (0)761 203-97362
Teilnehmer Universitätsoffen / Open to university members
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Jahr für Jahr sterben tausende Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland. Dieser Umstand ist uns aus der jährlichen Unfallstatistik bewusst, und wir treffen zahlreiche Vorkehrungen, um die Gefahren des Verkehrs zu mindern. Zugleich streiten wir immer wieder aufs Neue darüber, wie streng die Sicherheitsbestimmungen im Straßenverkehr und wie viel Entscheidungsfreiheit und Individualismus dem einzelnen überlassen sein sollten. Mit solchen Debatten befinden wir uns in einer erstaunlichen Kontinuität zu den Diskussionen am Beginn des automobilen Zeitalters am Anfang des 20. Jahrhunderts. Denn schon wenige Jahre nachdem die ersten Autos auf deutschen Straßen unterwegs waren, setzte eine umfassende Debatte über die Gefahren des neuen, zunehmend vom Auto geprägten Straßenverkehrs ein. An der fieberhaften Suche nach einer Lösung für die Risiken der neuen Mobilität beteiligten sich zahlreiche Expertengruppen, Verbände, Wissenschaftler, Politiker, Tüftler und Wirtschaftsunternehmen. Dabei entwickelten sie immer wieder neue Vorstellungen und Überlegungen, wie zum einen das Autofahren sicherer gemacht und zum anderen andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, Fußgänger und Fuhrwerksbetreiber vor den 'Höllenmaschinen' geschützt werden könnten. Mit diesen Debatten beschäftigt sich das Forschungsprojekt 'Tod auf den Straßen'. Es will dabei deutlich machen, wie die modernen Industriegesellschaften des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts mit technischen Gütern und ihren Gefahren umgingen und welche Lösungsstrategien sie dabei entwickelten.

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