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Geisteswissenschaftliches Kolloquium "Wolfgang Kaiser (Freiburg): Gottesbezüge in der Gesetzgebung Justinians (527 - 565)"

Wann 24.02.2014
von 12:15 bis 13:00
Wo FRIAS, Albertstr. 19, Großer Seminarraum
Name
Kontakttelefon 0761 203 97362
Teilnehmer universitätsoffen
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Gottesbezüge in der Gesetzgebung Kaiser Justinians (527-565)

Abstract

Kaiser Justinian (a. 527-565) gelang es, mit der raschen Rückeroberung Nordafrikas (Ende 533) und der weitaus langwierigeren Italiens (bis Mitte 554) das öströmische Reich wieder mit einem großen Teil des ehemaligen Westreiches zu vereinigen. In dem raschen Gelingen der Rückeroberung Nordafrikas, an der zuvor bereits mehrere Kaiser scheiterten, sieht Justinian eine besondere Wohltat Gottes gegenüber Kaiser und Reich. Aufgrund einer günstigen Überlieferung sind in seiner Gesetzgebung, insbesondere derjenigen der Jahre 534-567, Bezugnahmen auf Gott oder die Legitimierung seiner Herrschaft durch Gott weitaus besser fassbar als bei seinen Vorgängern. Der Vortrag behandelt verschiedene Aspekte von Gottesbezügen in der Gesetzgebung Justinians, etwa inwieweit der Kaiser sein Verhältnis zu Gott überhaupt thematisiert und an welchen Adressatenkreis er sich wendet. Da mit der Rückeroberung Nordafrikas ein rein lateinischsprachiger Landesteil zum Reich hinzugekommen war, stellt sich auch die Frage, ob Gottesbezüge je nach der für ein Gesetz gewählten Sprache in unterschiedlicher Form und Intensität auftreten können.

Quelle