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Sie sind hier: FRIAS Fellows Fellows 2016/2017 Prof. Dr. Yasushi Suzuki

Prof. Dr. Yasushi Suzuki

Aichi University, Faculty of Letters
Germanistik
External Senior Fellow
April 2015 - March 2016

Raum 02 007
Tel. +49 (0)761-203 97396
Fax +49 (0)761-203 97451

CV

Yasushi Suzuki studied Germanistik (German studies) at the University of Tsukuba, Japan, and received his diploma in 1985. At first he worked as assistant at the University of Tsukuba (1986-90). From 1990 to 1992 he was assistant professor at the Nagoya Institute of Technology. In 2002 he moved to Aichi University where he initially began to work as assistant professor at the Faculty of Letters, and from 2004 onwards as professor. He served as Vice-Dean of the Faculty of Letters (2006-10) and as head of the department for European and American languages and literature (2012-14) at the Aichi University.

 

Publikationen (Auswahl)

     

    • Suzuki,Yasushi(1991): Erlebte Rede und der Fall Jenninger, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift 72 (Neue Folge 41), S. 5-12.
    • Suzuki, Yasushi(1995): Die Erlebte Rede in pragmatischer Kommunikation - im Vergleich mit "Echoausdrücken" in: Energeia 20, S. 52-66.
    • Suzuki,Yasushi(2000): Erlebte Rede versus Indirekte Rede – Ignatz Bubis zitiert Jenningers umstrittene Passage, in: Zeitschrift für Angewandte Linguistik 33 (Peter Lang), S.91-100.
    • Suzuki,Yasushi(2002): The acceptance of „free indirect discourse“ A change in the representation of thought in Japanese, in: Reported Discourse, Edited  byT.Güldemann and M.v.Roncador, (John Benjamins) p.109-120.
    • Suzuki,Yasushi(2004): Das futurum praeteriti in Goethes Wahlverwandtschaften in: Neue Beiträge zur Germanistik Band 2/Heft 5, S.71-80
    • Suzuki,Yasushi(2007): Verschiedene Formen von Aufforderungsausdrücken im Deutschen-Untersucht an Beispielen aus “Buddenbrooks” von Thomas Mann -in: Language and Culture 17, S.49-71.

       

      FRIAS-Projekt

       

      Die Aufforderungsausdrücke im Deutschen (Imperative expressions in German)

      Die Aufforderungsausdrücke spielen in der Umgangssprache eine große Rolle, trotz- dem wurde ihnen bisher nur wenig Interesse entgegen gebracht. Bei uns in Japan gibt es nur wenige Publikationen, die sich mit Imperativ im Deutschen auseinandersetzten. Es bedarf zwar keiner großen theoretischen Arbeit, aber eine konkrete Beschreibung der Aufforderungsausdrücke wäre, meiner Meinung nach, von großer Wichtigkeit. Es handelt sich nicht nur um den Imperativ, sondern auch um alle sprachlichen Formen, die Aufforderung auszudrücken.(z.B.Aufforderungsausdruck vom Indikativ [Das tust du nicht!], Konjunktiv [Niemand folge ihm.], Infinitiv [Nicht weinen!], Passivsatz [Jetzt wird geschlafen!], Modalverben [Du sollst mit dem Nägelkauen aufhören!], Partizip Perfekt [Aufgepasst!], einzelnem Substantiv [Vorsicht!], Gliedsatz [Dass ihr euch ja vorseht!] Richtungsadverb und mit + Pronomen [Hinaus mit Dir!] usw.)

      Ich wurde von einem japanischen Verlag gebeten, ein Buch über die Aufforderungsausdrücke im Deutschen zu schreiben, weil ich bereits zu diesem Thema viele Aufsätze schrieb. Aus dieser Beschäftigung kamen viele Fragen und unerklärliche Probleme heraus, z,B.

      1) “Hinaus mit Dir!” Über die Verwendung dieser Präposition ”mit” gibt es keine Erklärung in der deutschen Grammatik.

      2) ”Geb mir einer was zu trinken!”, ”Gib mir einer was zu trinken!” Welchen Unterschied gibt es zwischen diesen beiden Sätzen mit dem Indefinitpronomen “einer”?

      3) Nach der Duden Grammatik gibt es keinen Imperativ von Verben wie  ”wohnen”.”kennen” . Aber nach einem deutschen Informanten sind folgende Sätze möglich: “Wo soll ich wohnen? Wohne in Freiburg!” “Kenne deine Grenze!” Hängt das von den Informanten ab?  usw.

      Während des Forschungsaufenthaltes in Freiburg möchte ich mit Hilfe von deutschen Sprachwissenschaftern und deutschen Fachleuten diese Frage lösen und die Probleme erklären. In Freiburg (2015/16) will ich meine Arbeit über die Aufforderungsausdrücke im Deutschen vollbringen und sie anschließend in Japan publizieren.