Artikelaktionen

Sie sind hier: FRIAS Fellows Fellows 2017/2018 Prof. Dr. Annette Huber-Klawitter

Prof. Dr. Annette Huber-Klawitter

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Mathematik
Internal Senior Fellow
Oktober 2017 - Juli 2018

Raum 01 011
Tel. +49 (0)761 203-97319
Fax +49 (0)761 203-97451

CV

Annette Huber-Klawitter works in number theory, i.e, on questions about properties of the integers. She follows the very modern and successfull approach ofarithmetic geometry: equations are seen as describing geometric objects, which are then studied by methods of algebraic geometry. Prof. Huber-Klawitter works in particular on motives (a conjectural universal cohomology theory), periods and special values of L-functions.

As a high school student she was a three times winner of the Bundeswettbewerb Mathematik. She then studied mathematics and physics in Frankfurt, Cambridge and Münster. In 1994 she obtained a doctorate from the University of Münster in mathematics under the supervision of Christopher Deninger. After her habilitation in 1999, also at Münster, she was appointed full professor at the University of Leipzig. She moved to Freiburg in 2008. Since 2012 she leads the Graduiertenkolleg Cohomolgical Methods in Algebraic Geometry.

In 2002, she was an invited speaker at the ICM in Beijing. In 2008 she was elected member of the Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina and in 2012 Fellow of the AMS.

Annette Huber-Klawitter is married with two children.

Publikationen (Auswahl)

  • A. Huber, S. Müller-Stach, with contributions of Benjamin Friedrich and Jonas von Wangenheim, Periods and Nori motives, Springer Verlag, Ergebnisse der Mathematik und ihrer Grenzgebiete, Band 65, 2017.
  • A. Huber, C. Jörder, Differential forms in the h-topology, (pdf) Algebraic Geometry, Volume 1, Issue 4 (October 2014), 449-478.
  • A. Huber, G. Kings. Equivariant Bloch-Kato conjecture and non-abelian Iwasawa Main Conjecture. Proceedings of the ICM, Beijing 2002, vol. II, pp. 149-162. Higher Education Press, Beijing, 2002.
  • A. Huber, G. Kings. Degeneration of l-adic Eisenstein classes and of the elliptic polylog. Inventiones Mathematicae 135(3): 545-594, 1999.
  • A. Huber. Mixed motives and their realization in derived categories. Lecture Notes in Mathematics 1604. Springer-Verlag, Berlin, 1995.

FRIAS-Projekt

Cohomological Methods in Algebraic Geometry and Representation Theory

Der Forschungsschwerpunkt um die Professoren Annette Huber-Klawitter (Zahlentheorie), Stefan Kebekus (Algebraische Geometrie) und Wolfgang Soergel (Darstellungstheorie) bearbeitet ein Thema aus der Reinen Mathematik. Verbindendes Element ihrer Arbeit in unterschiedlichen Teildispzilinen ist Kohomologie: ein Konzept, welches ursprünglich dazu diente, geometrische Räume mit Hilfe linearer, algebraischer Strukturen zu untersuchen. Eine besondere Herausforderung in der Mathematik besteht nämlich darin, zu erklären, wann zwei Dinge (zum Beispiel zwei geometrische Objekte) „unterschiedlich“ sind. Eine Möglichkeit, diese Unterschiede aufzuzeigen, besteht darin, im wörtlichen Sinne Löcher zu zählen. Während ein Kreis ein Loch hat, hat die Acht zwei. Auch Kugel und Wurfring unterscheiden sich in der Anzahl der Löcher. Kohomologie leistet eine systematische Definition des anschaulichen Begriffs und stellt Methoden zur Analyse und Berechnung bereit. Somit können Fragen beantwortet werden wie „Was passiert, wenn zwei Räume ‚aneinandergeklebt‘ werden?“, „Wann entstehen dabei neue Löcher?“ oder „Wie viele Löcher hat ein komplexer Raum“? Dies ist gerade dann interessant, wenn es um die Untersuchung von hoch-dimensionalen Räumen geht, welche die Vorstellungskraft schnell übersteigen. 

Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, Kohomologie als gemeinsame Basis zwischen „Algebraischer Geometrie“, „Darstellungstheorie“ und „Zahlentheorie“ zu nutzen und gemeinsam mit den Gästen des Schwerpunktes Ideen zwischen den mathematischen Disziplinen auszutauschen. Dabei wird die Gruppe eng mit dem Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach und dem DFG-geförderten Graduiertenkolleg 1821 zusammenarbeiten.