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Dr. Augusta Dimou

Universität Leipzig
Fellow
01.01.13-31.08.13

Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
School of History
D-79104 Freiburg im Breisgau

    CV

    Geboren 1967; 1995 MA. University of Florida, Gainesville; 2003 Dr. phil. in Geschichte, European University Institute (EUI), Florenz; 2003-2006 Wiss. Mitarbeiterin am Georg-Eckert Institut für Internationale Schulbuchforschung, Braunschweig; 2005-2007 Lektorin auf der Universität Ioannina, Griechenland; 2005 Fernand Braudel Fellow, Maison des Sciences de l´Homme, Paris; 2006-2009 Wiss. Mitarbeiterin, Institut für Slawistik, Universität Leipzig; 2009-2010 Fellow Centre of Advanced Study, Sofia; 2010-2012 Wiss. Mitarbeiterin, Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas a.V. Universität Leipzig (GWZO)

    Forschungsschwerpunkte:
    Rechtskulturen; Urheberrechte und Geistiges Eigentum; Eigentums- und Kulturregime; Kulturpolitik; Autorschaft; Südost- und Ostmitteleuropa

    PUBLIKATIONEN

    Monographie:

    • Entangled Paths Towards Modernity. Contextualizing Socialism and Nationalism in the Balkans. CEU Press: Budapest/ New York, 2009


    Edited Volume:

    • Transition and the Politics of History Education in Southeast Europe. Eckert. Die Schriftenreihe (vol. 124). Vandenhoeck und Ruprecht: Göttingen, 2009


    Artikel:

    • Das Recht am geistigen Eigentum in Jugoslawien der Zwischenkriegszeit: Internationaler Institutionentrasfer zwischen rechtlicher Normierung und sozialer Praxis, Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung, 3/2012, p. 356-377
    • “Wir verwandeln uns in eine Kolonie fremdsprachiger Bücher”: Das Buch als Kulturproblem im Jugoslawien der Zwischenkriegszeit in: Isabella Löhr, Matthias Middell, Hannes Siegrist (Hsg.), Kultur und Beruf in Europa, Steiner Verlag: Stuttgart, 2012, p. 259-269
    • The ‘Wheel of History,’ the ‘Dark Mass’ and the Antinomies of Modernity in the Semiperiphery in: Jahrbücher für Geschichte und Kultur Südosteuropas, 3/2001, p. 79–105.
    • Diverging Paths to Modernity: Socialism as an Intellectual Movement in the Nineteenth Century, Adanir, Fikret (ed.), Social Movements in Southeast Europe. Reassessment of Historiography and Perspectives for Future Research. Mitteilungsblatt des Instituts für soziale Bewegungen. 33/2005, p. 11–30
    • European History and European Stories: Ironic Encounters Between the Canon and the Fringes,” Marton, Silvia (ed.), Europe in Its Making – A Unifying Perception on Europe, Iaşi: Institutul European, 2006, p. 237–262
    • Present’s Past: the national history of socialism or the socialist period of the nation? Representations of communist Yugoslavia in the textbooks of the successor states,” Zwischen Amnesie und Nostalgie: Erinnerung an den Kommunismus in Südosteuropa, Brunnbauer, Ulf, Stefan Troebst (ed.), Köln: Böhlau, 2007, p. 131-151
    • Knowledge Transfer: Intellectuals’ Networks and the Transmission of Socialist Theory in the Southeast European Periphery” in: Transnational Networks in the 20th Century. Ideas and Practices, Individuals and Organizations, Berthold Unfried, Jürgen Mittag und Marcel van der Linden (ed.), Vol. 42, 2007.
    • Time and Narrative in the Bulgarian Cooperative Discourse of the Interwar Period in: Maria Jalava, Diana Mishkova, Balazs Treczenyi (eds.). “Regimes of Historicity” and Discourses of Modernity and Identity 1900-1945: Southeastern and Northern Europe, Palgrave-Macmillan 2013.


    FRIAS FORSCHUNGSPROJEKT

    „Wem gehört die Kultur? Kulturpolitik und geistige Eigentumsrechte in Ostmitteleuropa im 20. Jahrhundert“

    Geistige Eigentumsrechte regeln in modernen Kulturen und Leistungsgesellschaften das Verhältnis zu kulturellen Artefakten. Geistiges Eigentum verbürgt die Vergütung von Kulturschaffenden und gewährleistet die Existenz und den Fluss von immateriellen Gütern indem es zwischen privaten und öffentlichen Interessen vermittelt. Seit dem späten achtzehnten Jahrhundert flammen Auseinandersetzungen über Sinn, Zweck und Reichweite von Urheberrechten immer wieder auf. Sie reflektieren die Tatsache, dass Inhalt, Zuständigkeit und Ausdehnung des geistigen Eigentums keine geschichtlichen Konstanten kennt, sondern diachronisch bei jedem neuen Veränderungsschub in der Medienlandschaft oder jeder Neuordnung von Gesellschaft und Produktionsverhältnissen sich als Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse zwischen Rechteinhabern, Verwertern und der Gesellschaft herauskristallisieren. Das Projekt wird die Entwicklung von Autorenrechten in Südost- und Ostmitteleuropa im Kontext der unterschiedlichen politischen, sozioökonomischen und kulturellen Systeme des zwanzigsten Jahrhunderts untersuchen. In einem integrierten transfer- und vergleichenden historischen Ansatz wird die internationale Expansion wie auch die lokale Verstetigung und Adaptation der Institution des geistigen Eigentums in den Gesellschaften Südost- und Osteuropas analysiert. Anhand der zentralen Kategorie „Eigentum“ wird gefragt, warum kulturelle Beziehungen in proprietären oder nicht-proprietären Formen aufgefasst werden und welche Auswirkungen die jeweiligen Konzeptualisierungen auf das Verständnis und die Organisation von Kultur hatten.