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Dr. Isabelle Deflers

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Fellow
01.10.10-30.09.11

Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
School of History

    LEBENSLAUF

    Geboren 1972; 1990-1994 Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Paris XII; 1994-1995 Diplôme d'Etudes Approfondies in "Europäische Rechtsgeschichte" in Paris XII; 1995-1996 Magister Legum (L.L.M.) an der Rechtsfakultät der Universität Osnabrück; 1996-2002 Promotion an der Rechtsfakultät der Universität Osnabrück; 1997-2000 DFG-Stipendiatin des Graduiertenkollegs "Bildung in der frühen Neuzeit" der Universität Osnabrück; seit 2001 Postdoktorandin im Centre Marc Bloch in Berlin; 2002 Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung; 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue und Neuere Rechtsgeschichte von Prof. Dr. Rainer Schröder zum DFG Projekt "Zivilrechtskultur der DDR" an der Humboldt-Universität zu Berlin; 2004 Rechtsanwaltausbildung in Paris; seit Januar 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Thomas Maissen; 2007 Verleihung des Förderpreises der Eberhard-Freiherr-von-Kuenßberg-Stiftung (Heidelberg) am 06. Juli 2007; seit März 2008 Stipendiatin des Olympia-Morata-Förderprogramms der Universität Heidelberg; seit Januar 2009 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutsch-Französischen Hochschule

    VERÖFFENTLICHUNGEN

    (10 selected)

    BUCH
    - Lex und ordo. Eine rechtshistorische Untersuchung der Rechtsauffassung Melanchthons (= Schriften zur Rechtsgeschichte ; 121) Berlin 2005.
    ARTIKEL
    - Die Einführung der Kirchenzuchtordnung von 1570 in der Pfalz – Ein Beispiel zu Kompetenzstreitigkeiten um die geistliche Strafgerichtsbarkeit, in: Savigny-Zeitschrift für Rechtsgeschichte 124, Kanonische Abteilung 93 (erscheint voraussichtlich 2009).
    - Konfession und Jurisprudenz bei Melanchthon, in: Jurisprudenz und Konfession in der Frühen Neuzeit, hrsg. von Ch. Strohm und H. de Wall, Berlin 2009, S. 33-46.
    - Aristotelismus in Melanchthons Rechtsauffassung, in: Politischer Aristotelismus und Religion in Mittelalter und Früher Neuzeit, hrsg. von A. Fidora, J. Fried, M. Lutz-Bachmann u. L. Schorn-Schütte, Berlin 2007, S. 119-130.
    - Die Einführung der Kirchenzuchtordnung von 1570 in der Pfalz. Ein Beispiel von Kompetenzstreitigkeiten um die geistliche Strafgerichtsbarkeit, in: Savigny-Zeitschrift für Rechtsgeschichte 124, Kanonische Abteilung 93 (2007), S. 393-405.
    - Art. „Humanismus, juristischer“, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 5, Darmstadt 2007, S. 693ff.
    - Der juristische Humanismus an der Rechtsschule von Bourges im 16. Jahrhundert, in: Europa und seine Regionen. 2000 Jahre Rechtsgeschichte, hrsg. von A. Bauer und K. Welker, Köln 2007, S. 221-252.
    - Außergerichtliche Mechanismen der Konfliktlösung im Privatrecht der DDR als Vorzimmer des Rechts, in: Die Vorzimmer des Rechts, hrsg. von R.M. Kiesow und D. Simon (Studien zur europäischen Rechtsgeschichte; 203), Frankfurt a.M. 2006, S. 89-108.
    - Orationes de legibus. Zwei Reden über das Gesetz verfasst durch Philipp Melanchthon, in: Studien zur Rechtsgeschichte. Liber discipulorum. Professor Dr. Wulf Eckart Voß zum 60. Geburtstag, hrsg. von A. Bauer, F. Theisen, K. H. L. Welker, Göttingen/Osnabrück 2005, S. 51-69.
    - Le droit pénal des ecclésiastiques du 16e au 18e siècle dans le Saint Empire Romain Germanique, in: Justice pénale et procès des ecclésiastiques XVIème en Europe - XVIIIème, hrsg. von B. Durand, Lille 2005, S. 63-81.

    FRIAS Forschungsprojekt

    „Das Bild Preußens im (vor-)revolutionären Frankreich: Untersuchung zum deutsch-französischen Wissens- und Kulturtransfer“

    Mit dem Ende des Siebenjährigen Krieges beginnt in Frankreich eine Zeit der intensiven Suche nach Reformideen, um zu versuchen, den Vorrang Frankreichs im internationalen Staatensystem wieder herzustellen und die Monarchie vor dem Bankrott zu retten. Das damals besonders lebhafte Interesse der französischen denkenden Milieus für Preußen ist ein Beleg dafür, dass der erfolgreiche (friderizianische) Staat zumindest bis 1806 als Modell betrachtet wurde. Das Projekt will zeigen, durch welche Wege, Träger und Mittel der Wissenstransfer von Preußen nach Frankreich zu dieser Zeit stattgefunden hat und welche inhaltlichen Änderungen im Bereich der französischen Staatstheorie, des Militärs, Justiz-, Steuer-, Finanzwesens und des Toleranzgedankens sich tatsächlich am preußischen Modell orientiert haben.