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Gleich zwei FRIAS-Forscherinnen für exzellente Leistungen ausgezeichnet

Gleich zwei Forscherinnen mit Bezug zum FRIAS wurden kürzlich für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Dr. Dorothee Birke, die von 2008-2014 als Junior Fellow am FRIAS forschte, wurde mit dem Helene-Richter Preis des Deutschen Anglistenverbandes ausgezeichnet. Dr. des. Simone Müller, die momentan als Mitglied der FRIAS-Projektgruppe „A Green City Mandate?“ am FRIAS forscht, erhielt den Maria Gräfin von Linden Preis des Verbands Baden-Württembergischer Wissenschaftlerinnen.

Die Unterstützung von Nachwuchsforscherinnen ist auch für das FRIAS ein besonders wichtiger Zweig der Wissenschaftsförderung. So werden etwa 40% des Fellow- und Tagungsetats am FRIAS für die Nachwuchsförderung aufgewendet und der Anteil weiblicher Fellows über alle Programme hinweg liegt im Jahr 2015/16 bei 36%. Die Steigerung des Anteils von Wissenschaftlerinnen in den Programmen des Instituts ist für FRIAS ein wichtiges Ziel.
 

Das Lesen beschreiben: ehemaliger FRIAS-Fellow Dorothee Birke erhält Helene-Richter Preis für ihre Habilitationsschrift

Die Freiburger Anglistin und ehemalige Fellow des Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS), Dr. Dorothee Birke, erhielt den Helene-Richter-Preis des Deutschen Anglisten Verbands für ihre Habiliationsschrift: „Writing the Reader: Quixotic Novels in England, 1752-2007“. Die Arbeit beschreibt am Beispiel des englischen Romans, auf welche Art die Vorstellung oder das „Image“ des Romanlesens selbst im 18ten und 21ten Jahrhundert in den Werken thematisiert wird. Birke analysiert hier, wie komplex die Autoren das Lesen in ihren Romanen bewerten. Seit sich der Roman als eine beliebte Gattung im 18. Jahrhundert etabliert hat, hat sich das Bild des Lesens stark verändert. Dieser Entwicklung ist Birke anhand von englischsprachigen Romanen der beiden Schlüsselperioden der frühen und der aktuellen Romangeschichte nachgegangen. „Writing the Reader“ war Dorothee Birkes Hauptprojekt während ihrer Zeit als Junior-Fellow am FRIAS (2008-2014), sodass der Großteil der Habilitationsschrift am FRIAS entstand.

Die Stiftung Helene Richter vergibt den mit 1500 Euro dotierten Preis jährlich an ein hervorragendes literaturwissenschaftliches Werk, welches sich durch die Intensität der geleisteten Forschungsarbeit, Klarheit in Aufbau und Argumentation, Bedeutung der Ergebnisse und gewandte sprachliche Darstellung auszeichnet. Stiftungsgründer und Erzähltheoretiker Franz K. Stanzel will mit der Stiftung die Erinnerung an die Anglistin und Privatgelehrte Helene Richter, die 1942 im Konzentrationslager Theresienstadt um Leben kam, wachhalten.

Dorothee Birke unterrichtet am Englischen Seminar der Universität Freiburg und ist im Akademischen Jahr 2015/16 Junior Fellow am Aarhus Institute for Advanced Studies, Dänemark.

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Wissenschaft und Didaktik: Simone Müller erhält den Maria Gräfin von Linden Preis für den besten wissenschaftlichen Vortrag

Simone MuellerDr. des. Simone Müller erhielt den Maria Gräfin von Linden Preis des Verbands Baden-Württembergischer Wissenschaftlerinnen. Mit dem Preis zeichnet der Verband die Wissenschaftlerinnen aus, die didaktisch und inhaltlich den jeweils besten Vortrag in ihrer Kategorie präsentiert haben. Nach einer Vorauswahl der besten Bewerberinnen nach Papierlage werden jeweils vier Finalistinnen aus den Naturwissenschaften und den Sozial- und Geisteswissenschaften ausgewählt und zu dem zweijährlichen Symposium „Was Frauen forschen – ein wissenschaftliches Kaleidoskop“ einladen. Als Jury fungieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums, die alle Vorträge gehört haben. Simone Müller konnte sich mit ihrem Vortrag zum Thema „Giftmüll: Ein Globaler Verkaufsschlager?“ durchsetzen.

Mit dem Preis will der Verband Baden-Württembergischer Wissenschaftlerinnen die 1869 bei Heidenheim geborene Maria Gräfin von Linden ehren, die  in Tübingen studierte und dort im Jahre 1895 als erste Deutsche in den Naturwissenschaften promoviert wurde. Sie erhielt 1910 als erste Frau Deutschlands die Titularprofessur als 'Vorsteher' des Parasitologischen Laboratoriums.

Der Marie Gräfin von Linden Preis wird seit 2001 alle zwei Jahre an herausragende Forscherinnen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karrieren verliehen.

Dr. des Simone Müller ist Akademische Rätin für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Freiburg und forscht im Rahmen der FRIAS-Projektgruppe „A Green City Mandate?“ zu Umweltherausforderungen in Städten.

 

Foto: Franz K. Stanzel

11/2015