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Mitteilungen Archiv

Erneuter Erfolg für Junior Fellow der LiLi-School

Sprachwissenschaftler Benedikt Szmrecsanyi, von 2008-2012 Junior Fellow der FRIAS School of Language & Literature und derzeit Lecturer an der Universität Manchester, hat einen ehrenvollen Ruf auf eine Odysseus-Forschungsprofessur (Typ II) am Zentrum für „Quantitative Lexicology and Variational Linguistics“ der KU Leuven erhalten.

Die Stelle ist verbunden mit einer fünfjährigen Forschungsförderung durch die Flämische Forschungsförderungsorganisation (FWO) in Höhe von rund € 850T. Das bewilligte Projekt zum Thema „Exploring probabilistic grammar(s) in varieties of English around the world“ beruht maßgeblich auf Vorarbeiten, die während des FRIAS-Fellowships von Benedikt Szmrecsanyi in enger Zusammenarbeit mit External Senior Fellow Joan Bresnan (Stanford) und Internal Senior Fellow Bernd Kortmann (Englisches Seminar, Universität Freiburg) entstanden sind. Szmrecsanyi wird die Professur in Leuven zum Herbst 2013 antreten.

01/2013

Neues von den Quanten: Freiburger Physiker publizieren überraschende Erkenntnisse

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Pohang University of Science and Technology/Südkorea haben die Freiburger Physiker Andreas Buchleitner, Malte C. Tichy und FRIAS Junior Fellow Florian Mintert neue Strukturen beim Übergang vieler Quantenteilchen von quantenmechanischem zu klassischem Verhalten beschrieben.

„Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein“: Mit dieser Devise legt das Matthäus-Evangelium die Grundlage für die klassische Aussagelogik. Eine Behauptung ist demnach entweder wahr oder falsch – eine dritte Möglichkeit kann es nicht geben. Die Quantenmechanik erschüttert diesen Leitsatz jedoch in seinen Grundfesten, denn einander ausschließende Alternativen können in der Welt der Quanten gleichzeitig vorkommen. Dies hat neben erkenntnistheoretischen Einsichten auch praktische Konsequenzen, zum Beispiel für die Entwicklung hochpräziser Uhren, bei der Verschlüsselung geheimer Daten oder für die Konstruktion von Quantencomputern mit bisher ungeahnter Rechenleistung. Solch quantenmechanisches Sowohl-als-auch, unter Fachleuten als kohärente Superposition bekannt, ist jedoch äußerst empfindlich. Bereits die Beobachtung eines quantenmechanischen Superpositionszustands führt rasch zu dessen Kollaps. Mit zunehmender Größe eines physikalischen Systems geht die Superpositionsfähigkeit nach und nach verloren – dieser „quanten-klassische Übergang“ gilt als Grund dafür, dass die klassische Aussagelogik im täglichen Leben dennoch Bestand hat.

Bisher war der quanten-klassische Übergang lediglich für ein oder zwei Quantenteilchen systematisch untersucht worden. Man ging davon aus, dass die Superpositionsfähigkeit mit zunehmender Beobachtungsstärke, das heißt bei stärkerer Wechselwirkung mit einem Messapparat, stetig abnehmen müsse. In enger Zusammenarbeit mit Experimentatoren um Yoon-Ho Kim an der Pohang University of Science and Technology/Südkorea haben die Freiburger Theoretischen Physiker Andreas Buchleitner, Malte C. Tichy und FRIAS Junior Fellow Florian Mintert nun gezeigt, dass dies für Superpositionszustände von mehr als zwei Teilchen in der Regel nicht mehr zutrifft. Der quanten-klassische Übergang verläuft meist nicht gleichförmig, legen die Wissenschaftler in ihrer Studie dar, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PNAS erschienen ist. Geeignet definierte Maße der Superpositionsfähigkeit können mit zunehmender Beobachtungsstärke überraschenderweise auch zunehmen. Die Ursache hierfür liegt in einem neuen strukturellen Element, das lediglich Superpositionszustände mit mehr als zwei Teilchen aufweisen und das bisher unbeachtet blieb: Bei maximal zwei Teilchen sind klassisch unvereinbare Alternativen wie links oder rechts immer eindeutig unterscheidbar, wenn nur die Teilchen als solche durch eine geeignete Messung unterscheidbar werden. Diese Eindeutigkeit geht bei größerer Teilchenzahl verloren, wie die Freiburger Theorie und das Experiment in Pohang zeigen. Die Erkenntnisse eröffnen somit neue Wege für ein tieferes Verständnis des Grenzverlaufs und -übergangs zwischen der Welt der klassischen Aussagelogik und der Welt der Quanten. Die gemeinsamen Ergebnisse aus Pohang und Freiburg wurden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der National Research Foundation im Rahmen des German-Korean Partnership Program gefördert.

 

Grafik Quanten

Grafik: Die rote Kurve zeigt die theoretische Vorhersage aus Freiburg, die schwarzen Messpunkte das Experiment. Der Übergang von klassischem Verhalten (obere graue gestrichelte Linie) zu quantenphysikalischem Verhalten (untere graue gestrichelte Linie) verläuft nicht gleichförmig, sondern weist bei endlichen Werten der Beobachtungsstärke einen Extremalwert auf. Dieser liegt außerhalb des erwarteten Bereichs zwischen klassischem und quanten-mechanischem Verhalten.

 

Originalveröffentlichung:
Young-Sik Ra, Malte C. Tichy, Hyang-Tag Lim, Osung Kwon, Florian Mintert, Andreas Buchleitner, Yoon-Ho Kim: Nonmonotonic quantum-to-classical transition in multiparticle interference. doi: 10.1073/pnas.1206910110. PNAS 2013

 

01/2013

Soft Matter-Publikation ausgezeichnet

Die jüngste Publikation von Francesco Rao, Junior Fellow der School of  Soft Matter Research, und seinen Mitarbeitern Ganna Berezovska, Diego Prada-Gracia und Stefano Mostarda wurde vom Journal of Chemical Physics (J. Chem. Phys. 137, 194101, 2012) zum Forschungshighlight des Monats November gekürt. Zudem war die Arbeit mit dem Titel „Accounting for the kinetics in order parameter analysis: Lessons from theoretical models and a disordered peptide“ eine der 20 am häufigsten heruntergeladenen Veröffentlichungen im November, und die Fachzeitschrift wählte eine der darin enthaltenen Abbildungen als Titelbild.

>> Journal of Chemical Physics (J. Chem. Phys. 137, 194101, 2012)

>> Francesco Rao


12/2012

Terry Eagleton zu Gast am FRIAS

Terry Eagleton zu Gast am FRIAS

Mit Professor Terry Eagleton FBA war am 18. und 19. Dezember 2012 der gegenwärtig bekannteste, einflussreichste und kontroverseste englische Literaturtheoretiker, Kritiker und ‚public intellectual‘ zu Gast am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS).

Am Dienstagabend, 18. Dezember, hielt Terry Eagleton vor vollbesetztem Auditorium einen öffentlichen Vortrag zum Thema „The Death of Criticism?“. Tags darauf stellte er im wissenschaftlichen Kolloquium der FRIAS School of Language & Literature sein Buch „Why Marx Was Right“ zur Diskussion.

Nach Professuren für Englische Literatur an der Universität Oxford und für „Cultural Theory“ an der Universität Manchester ist Eagleton derzeit Distinguished Professor of English Literature an der Lancaster University, Professor für Kulturtheorie an der National University of Ireland und Distinguished Visiting Professor für Englische Literaturwissenschaft an der University of Notre Dame. Professor Eagletons mehr als 40 Bücher behandeln in dezidiert politischer, neo-marxistischer Einstellung ein weites Themenspektrum von der allgemeinen Literaturtheorie, Ästhetik und Ideologiekritik bis zu psychoanalytischen, sozialethischen und theologischen Fragestellungen.

 

Terry Eagleton mit FRIAS-Sprecher Werner Frick

Terry Eagleton und LiLi-Direktor Werner Frick. Foto: Gerson Pomari, Universität Freiburg

Sechster Band in der „Weißen Reihe“ der FRIAS School of History erschienen

„Helpless Imperialists. Imperial Failure, Fear and Radicalization“ lautet der Titel des Bandes, den Maurus Reinkowski (Basel) und Gregor Thum (Pittsburgh) in der FRIAS-Schriftenreihe herausgegeben haben. Beide Wissenschaftler waren von 2008 bis 2010 Fellows der FRIAS School of History.

Zum Inhalt (Verlagsankündigung):

Das Zeitalter des Hochimperialismus (1850–1950) wurde bisher als Zeitraum unangefochtener ökonomischer, technologischer und militärischer Überlegenheit der europäischen Kolonialmächte gesehen. „Helpless Imperialists“ beleuchtet den bisher in der Forschung kaum beachteten Aspekt imperialer Frustration und geht dem Zusammenhang zwischen dem Scheitern imperialer Projekte, imperialer Verunsicherung und dem Verlust imperialer Routine und Gewalt nach. Die englischsprachigen Beiträge des Bandes untersuchen das Phänomen des Scheiterns u. a. in den deutschen Kolonialgebieten, Osteuropa und dem Nahen Osten. Es war ebenso Teil des späten Osmanischen Reiches wie der vergeblichen kolonialen Reformen Großbritanniens und Frankreichs in Südostasien nach dem Zweiten Weltkrieg.
Der Band versteht sich als ein revisionistisches Unterfangen, das nicht darauf abzielt, Imperialisten und Kolonialisten als bedauernswerte Opfer ihrer imperialen Verpflichtungen zu sehen. Vielmehr wird der imperiale Akteur im Moment des Kontrollverlusts, des plötzlichen Umschwungs erfasst und beschrieben, wenn seine Selbstverständlichkeiten und Selbstbilder zerfallen.

Zu den Herausgebern:

Prof. Dr. Maurus Reinkowski ist Ordinarius für Islamwissenschaft an der Universität Basel. 2008–2010 Fellow der FRIAS School of History.
Dr. Gregor Thum ist Assistant Professor am Department of History der University of Pittsburgh. 2008–2010 Fellow der FRIAS School of History.


>> Zum Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

SFB/Transregio-Erfolg und Gastprofessur in Kairo für FRIAS-Direktor Jan G. Korvink

Für Jan G. Korvink, Senior Fellow und Direktor der FRIAS School of Soft Matter Research, ist der November ein erfolgreicher Monat: Vor wenigen Tagen gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt, dass zu den neu eingerichteten Sonderforschungsbereichen auch der auf mehrere Standorte verteilte SFB/Transregio zum Thema Planare Optronische Systeme gehört, an dem Korvink mit einem Teilprojekt beteiligt ist. Ziel des SFB/Transregio ist die Entwicklung neuartiger optischer Sensoren, die großflächig in dünne, flexible Polymerfolien gedruckt werden. Solche großflächigen Sensornetzwerke können unter anderem Druck, Temperatur oder chemische und biologische Substanzen messen. Die Einsatzgebiete liegen beispielsweise in der Medizin, der Raumfahrt oder der Gebäudetechnik. Fünf Lehrstühle des Instituts für Mikrosystemtechnik (IMTEK) an der Technischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität sind an dem Forschungsvorhaben beteiligt, darunter der von Jan G. Korvink geleitete Lehrstuhl für Simulation.

Außerdem wurde Jan G. Korvink im November zum Gastprofessor an der Amerikanischen Universität in Kairo, Ägypten, ernannt. Korvink hält dort Ende November als “Distinguished Visiting Professor” eine Reihe von öffentlichen Vorträgen zu „Design and Prototyping for Microsystems Applications“ und „Magnetic Resonance Micro-Engineering“.

Weitere Informationen:
>> Zur Pressemitteilung der Universität Freiburg über die im November bewilligten SFBs 
>> Zum Distinguished Visiting Professor Program der American University Cairo

11/2012

Team um LifeNet-Direktor Jens Timmer gewinnt erneut DREAM-Challenge zur Rekonstruktion von Genregulation

Wie effizient sind die Methoden im Bereich der Systembiologie? Wie gut können sie Netzwerke aus interagierenden Molekülen in biologischen Systemen mathematisch beschreiben? Und wie zutreffend sind ihre Vorhersagen? Um objektive Antworten auf diese Fragen ging es auch bei der diesjährigen Runde des internationalen Wettbewerbs „DREAM Challenge 7“. Erneut konnte das Freiburger Team um Jens Timmer punkten: Die Physiker Bernhard Steiert, Andreas Raue und Clemens Kreutz erarbeiteten überzeugende Lösungen, für die sie jetzt im Rahmen der RECOMB Conference on Regulatory and Systems Genomics in San Francisco ausgezeichnet wurden.

Urkunde DREAM Challenge 7
Urkunde DREAM Challenge 7, 2012


Allen teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurde eine unvollständige Struktur eines simulierten Genregulations-Netzwerkes vorgelegt. Für dieses Netzwerk sollten sie mittels mathematischer Methoden die Parameter sowie die fehlenden Interaktionen bestimmen. Beide Faktoren steuern die Dynamik des Netzwerkes. Eine zusätzliche Aufgabe bestand darin, optimal informative Experimente zu identifizieren.

DREAM steht für „Dialogue for Reverse Engineering Assessments and Methods“. Neben der Bewertung der State of the Art-Methodik besteht ein Ziel des Wettbewerbs darin, die Verbindung von experimenteller und theoretischer Forschung auf den Gebieten der Zellbiologie, Systembiologie und Bioinformatik zu fördern. Die DREAM Challenge gilt als weltweit einzigartiger Wettbewerb auf dem Gebiet der systembiologischen Modellbildung. Organisiert wird der Wettbewerb durch das IBM Computational Biology Center und das Columbia University Center for Multiscale Analysis of Genomic and Cellular Networks.

>> Weitere Informationen zum DREAM-Projekt finden Sie hier.

11/2012

Freiräume für die Muße: Neuer geisteswissenschaftlicher Sonderforschungsbereich für Freiburg

Freiräume für die Muße: Neuer geisteswissenschaftlicher Sonderforschungsbereich für Freiburg

Franz von Lenbach, Hirtenknabe. Quelle: Wikipedia

Auch im Freiburg Institute for Advanced Studies herrscht großer Jubel über den soeben von der DFG bewilligten neuen Sonderforschungsbereich „Muße. Konzepte, Räume, Figuren“, den zweiten geisteswissenschaftlichen SFB, den die Universität Freiburg innerhalb weniger Monate einwerben konnte. Wie bereits bei dem im Juli 2012 eingerichteten SFB „Helden, Heroisierungen, Heroismen“ kamen zahlreiche unterstützende Impulse für das ambitionierte Unternehmen aus dem FRIAS, das diese weitere Verstärkung der geisteswissenschaftlichen Forschungslandschaft in Freiburg mit Nachdruck begrüßt. Das FRIAS gratuliert dem Sprecher des neuen SFB, Prof. Dr. Burkhard Hasebrink, seinem wissenschaftlichen Koordinator, apl. Prof. Dr. Peter Philipp Riedl, und allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen zu diesem großartigen Erfolg und freut sich auf eine enge und produktive Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt des SFB „Muße. Konzepte, Räume, Figuren“ stehen kulturgeschichtliche Analysen eines Phänomens, dem auch in der Programmatik des FRIAS („Windows for Research“/„Freiräume für die Forschung“) eine überragende Bedeutung zukommt. In dem neuen SFB soll aus philologischer, philosophischer, soziologischer, psychologischer und ethnologischer Perspektive der Frage nachgegangen werden, wie in einer Gesellschaft allgemein, aber auch in der weitgehend effizienzorientierten Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts Zeiten der Muße herstellbar und begründbar sind. Muße wird dabei gedacht als offene Zeit, die zum Freiraum für Kreativität, Denken und Erfahrung wird. Neben diesem Potenzial birgt Muße dem Konzept zufolge allerdings auch die Gefahr, soziale Ordnungen zu destabilisieren, da sie aus dem Alltag herausreißt. Im neuen Forschungsverbund soll dieses Spannungsfeld ausgelotet und interdisziplinär geklärt werden, wie kulturelle Ordnungen in der Muße Freiräume der Überschreitung inszenieren und wie sie zugleich Lebensformen der Muße gegen Kritik schützen, indem sie das Konzept der unproduktiven Produktivität hochhalten. Besonderes Augenmerk soll hier auch auf die Einforderung von „Freiräumen der Muße“ in der Wissenschaft gelegt werden. Muße, so die der Konzeption des FRIAS affine These, ist zwingender Bestandteil einer jeden Wissenschaft.

Der neue SFB war in seiner ca. dreijährigen Konzeptionsphase durch die FRIAS School of Language & Literature intensiv gefördert worden. Seit 2009 konnten mehrere principal investigators ihre Projekte als Fellows des Kollegs entwickeln; für den Koordinator des Verbundes stellte die School of Language & Literature ein 12-monatiges Project Research Fellowship zur Verfügung. External und Internal Senior Fellows der LiLi School standen in der Vorbereitungsphase als Experten und Ratgeber für das Vorhaben zur Verfügung und beteiligten sich an der Vorbereitung des Evaluationsverfahrens. Schließlich konnte die Projektgruppe ihr interdisziplinäres Vorhaben im Rahmen einer internationalen FRIAS-Konferenz im Frühjahr 2011 zum Thema „Muße im kulturellen Wandel“ erstmals einer breiteren fachlichen Öffentlichkeit vorstellen und überregionale Unterstützung dafür gewinnen. Der aus dieser Tagung hervorgegangene, von Burkhard Hasebrink und Peter Philipp Riedl herausgegebene Sammelband wird in Kürze in der LiLi-Buchreihe „linguae & litterae“ erscheinen. FRIAS-Sprecher und LiLi-Direktor Werner Frick kommentiert: „Wir fühlen uns durch den wunderbaren Erfolg von Burkhard Hasebrink, Peter Riedl und ihrem Team in unserem Kurs einer engen Verstrebung von FRIAS und Universität bestärkt und erkennen in der Einrichtung dieses SFB einmal mehr einen überzeugenden Beweis für den Mehrwert des FRIAS für die gesamte Universität, insbesondere aber für die im FRIAS in den vergangenen Jahren geförderten disziplinären Bereiche.“

11/2012

Drei neue Bände in der FRIAS-Schriftenreihe linguae & litterae erschienen

In der Publikationsreihe der FRIAS School of Language & Literature sind drei weitere Bände erschienen, darunter ein literaturwissenschaftlicher Sammelband sowie zwei linguistische Tagungsbände, die das Forschungscurriculum der School in seiner Breite dokumentieren.

Die beiden linguistischen Bände gehen auf zwei Tagungen zurück, die im Rahmen eines Nachwuchsgruppenwettbewerbs der FRIAS School of Language & Literature gefördert wurden und 2008 und 2009 am FRIAS stattfanden:

Cover Bergmann et al Cover Hansen et al

 

Insgesamt konnten im Rahmen des Nachwuchsgruppenwettbewerbs bereits 11 Tagungsprojekte von Freiburger Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern am FRIAS verwirklicht werden. Diese Bilanz unterstreicht die enge und produktive Zusammenarbeit der School of Language & Literature mit allen Instituten der Philologischen Fakultät und ihr kontinuierliches Engagement bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus dem sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Fächerspektrum.

Auch der literaturwissenschaftliche Sammelband von Monika Schmitz-Emans, Senior Research Fellow der FRIAS School of Language & Literature 2008/2009, geht auf eine Tagung zurück, die 2009 zum Thema „Literatur und Comics“ am FRIAS stattfand; auch hier waren zahlreiche Freiburger Beiträgerinnen und Beiträger beteiligt:

 

 

Cover Schmitz-Emans


Der Sammelband ist in enger Nachbarschaft zu Schmitz-Emans Monographie „Literatur-Comics. Adaptationen und Transformationen der Weltliteratur“ entstanden, die als 10. Band ebenfalls in der Reihe linguae & litterae erschienen ist.

11/2012

Dreifach ausgezeichnet: Junior Fellow Stefan Schiller erhält DFG-Förderung

Der Arbeitskreis von Dr. Stefan Schiller, Junior Fellow der FRIAS School of Soft Matter Research, ist für die Erforschung des Lipid-Codes von Membranproteinen erneut ausgezeichnet worden. Zuerst erhielt der neue Ansatz Forschungsmittel aus dem Innovationsfonds der Albert-Ludwigs-Universität sowie im Rahmen des Programms „Research Seed Capital (RiSC)“ des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg. Dies war die Grundlage dafür, dass die Idee nun als Teil eines Projekts im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1623 „Chemoselektive Reaktionen für die Synthese und Anwendung funktionaler Proteine“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Lipide spielen nicht nur in Form von Fett als Energiespeicher, sondern auch bei vielen Steuerprozessen im Körper eine wichtige Rolle. Als Modifikationen von Proteinen steuern sie deren Wechselwirkung mit den Membranen, die Zellen umgeben, sowie mit Organellen innerhalb der Zellen. Die Art der Lipidmodifikation der Proteine entscheidet zum Beispiel darüber, wo und wie lange sich die Proteine an einem bestimmten Ort der Zelle aufhalten. Dies ist ausschlaggebend für den Informationsaustausch innerhalb und zwischen Zellen, der für die Entwicklung komplexer Zellverbände von fundamentaler Bedeutung ist. Lipidmuster steuern zum Beispiel durch die Verteilung sogenannter morphogener Proteine, wie sich die Körperteile von Embryonen entwickeln. Zudem kann der Informationsaustausch innerhalb und zwischen Zellen ein wichtiger Faktor bei Erkrankungen sein. Beispielsweise tragen so genannte Ras-Proteine durch ein geändertes Lipidmuster zur Entstehung von Krebs bei.

Die Funktion der verschiedenen Lipidmuster bei der Proteinmodifizierung ist noch wenig bekannt. Bisher war es kaum möglich, unterschiedliche Lipide an ausgewählte Stellen der Proteine anzubinden, um den Effekt von Variationen in diesem Lipid-Code zu studieren. Hier setzen die Arbeiten in Schillers Forschungsgruppe an. Das Team entwickelt Lipidbausteine und Methoden, die dazu dienen, Lipide über Aminosäuren gezielt in Proteine einzuführen. Dadurch ist es erstmals möglich, die Funktion natürlicher und künstlicher Lipidmuster zu untersuchen.

Kontakt:

Dr. Stefan Schiller
Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
Albert-Ludwigs-Universität
Tel.: 0761/203-97405
E-Mail: stefan.schiller@frias.uni-freiburg.de

11/2012