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Mitteilungen Archiv

Faces: Kunsthistoriker Hans Belting zu Gast am FRIAS

Mit Professor Hans Belting, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, ist im Juni 2013 einer der bekanntesten und profiliertesten deutschen Kunsthistoriker und Medien­theo­retiker in der FRIAS School of Language & Literature zu Gast. Belting knüpft mit seinem erneuten Besuch an einen FRIAS-Aufenthalt vor vier Jahren an.

Im Zentrum des diesjährigen FRIAS-Aufenthalts von Hans Belting steht die jüngst publizierte groß angelegte Monographie Faces: Eine Geschichte des Gesichts (München 2013), die seit ihrem Erscheinen bereits eine intensive Debatte weit über die engeren Fachgrenzen hinaus ausgelöst hat. Beltings Geschichte beginnt bei den Masken der Steinzeit und endet bei den Gesichtern, die die modernen Massenmedien produzieren. Es geht dabei um die Bilder, die sich die Menschen im Laufe der Geschichte von sich selbst gemacht haben. Denn wo immer der Mensch im Bild erscheint, steht das Gesicht im Mittelpunkt. Gleichzeitig trotzt das Gesicht allen Versuchen, es auf Bilder festzulegen. Im Bild erstarrt es zur Maske, gegen die das lebendige Gesicht als Gegenspieler auftritt.

Veranstaltungen mit Hans Belting:

Am Dienstag, dem 4. Juni 2013, 20:15 Uhr, hält Hans Belting in der Aula der Universität einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Eine Geschichte des Gesichts? Fragen an die Anthropologie“. Der Vortrag ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Am Mittwoch, dem 5. Juni, 10:15 Uhr, stellt Belting außerdem im wissenschaftlichen Kolloquium der FRIAS School of Language & Literature ausgewählte Thesen seines Buches zur vertieften interdisziplinären Diskussion. Teilnahme nach Anmeldung unter gesa.von-essen@frias.uni-freiburg.de.

Kontakt: Dr. Gesa von Essen, gesa.von-essen@frias.uni-freiburg.de

05/2013

FRIAS beteiligt sich an europäischem Fellowship-Programm „EURIAS“

Als Mitglied im Netzwerk europäischer Institutes for Advanced Study (NetIAS) beteiligt sich das FRIAS als Gastinstitution am gemeinsamen Fellowship-Programm „EURIAS“ (European Institutes for Advanced Study Fellowship Programme). Das Programm wird von der EU ko-finanziert. >>
Für das akademische Jahr 2014/15 können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch bis zum 5. Juli 2013 für ein zehnmonatiges Fellowship an einem der beteiligten Institute bewerben.

Zum Ausschreibungstext und zu den Antragsformalitäten >>

05/2013

300 Jahre Wahrscheinlichkeitsrechnung: Die Universitäten Freiburg und Basel feiern Jacob Bernoullis Werk „Ars Conjectandi“ mit einem Festkolloquium

300 Jahre Wahrscheinlichkeitsrechnung: Die Universitäten Freiburg und Basel feiern Jacob Bernoullis Werk „Ars Conjectandi“ mit einem Festkolloquium

Jacob Bernoulli. Quelle: Wikipedia

Phänomene, die vom Zufall abhängig sind, mathematisch erfassen: Vor 300 Jahren erschien mit der Schrift „Ars Conjectandi“ das Gründungswerk der modernen Wahrscheinlichkeitsrechnung. Der Basler Mathematikprofessor Jacob Bernoulli (1655 – 1705) hatte das Manuskript im Wesentlichen in den Jahren 1684 bis 1689 verfasst. Herausgegeben wurde es 1713 von seinem Neffen, dem Mathematiker und Juristen Nikolaus Bernoulli. Anlässlich des Jubiläums findet das internationale Festkolloquium „Ars Conjectandi – 300 Jahre Stochastik“ vom 21. bis 24. Mai 2013 an den Universitäten Freiburg und Basel in Zusammenarbeit mit dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) und dem Basler Bernoulli-Euler-Zentrum statt.

Im Rahmen des Symposiums werden international renommierte Vertreterinnen und Vertreter des Fachs die historische Entwicklung und den heutigen Stand der Stochastik diskutieren. Die Vorträge am 21., 22. und 24. Mai am FRIAS, Albertstraße 19, 79104 Freiburg, decken viele Anwendungsbereiche moderner Stochastik wie etwa Biologie, Medizinstatistik, Versicherungs- und Finanzmathematik sowie Informatik ab. Am 23. Mai stehen in der Alten Aula der Universität Basel, Naturhistorisches Museum, Augustinergasse 2, 4001 Basel, historische Vorträge zur Entstehung des Werkes „Ars Conjectandi“ sowie zu den Bernoullis auf dem Programm. Das Symposium wird von den oberrheinischen Universitäten Basel, Freiburg, Karlsruhe und Straßburg getragen.

Bereits vor dem philosophisch und theologisch gebildeten Mathematiker Jacob Bernoulli hatten sich andere Denker – darunter Gerolamo Cardano, Blaise Pascal, Pierre Fermat und Christiaan Huygens – mit Fragen beschäftigt, die heute der Stochastik zugeordnet sind. Ihre Forschungen bezogen sich auf einzelne Problemstellungen zu Glücksspielen und Versicherungsfragen. Jacob Bernoulli ging einen Schritt weiter: Er schuf die Grundlagen für eine allgemeine Theorie zur Berechnung von Phänomenen, die von zufälligen Variablen abhängig sind, und prägte in diesem Zusammenhang den Begriff „Stochastik“. Als übergeordneter Begriff zu Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik hat sich der Begriff jedoch erst vor etwa 50 Jahren durchgesetzt. 

Weitere Informationen und das Tagungsprogramm finden Sie unter www.arsconjectandi.uni-freiburg.de/program.html

Kontakt:
Prof. Dr. Ernst Eberlein
Mathematische Stochastik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-5660
Fax: 0761/203-5661
E-Mail: eberlein@stochastik.uni-freiburg.de

05/2013

Wettbewerb für Nachwuchskonferenzen am FRIAS entschieden

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs für Nachwuchskonferenzen stehen fest: Eine Jury aus gegenwärtigen und ehemaligen Fellows hat insgesamt fünf Tagungsprojekte von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern an der Albert-Ludwigs-Universität zur Förderung vorgeschlagen. Die ausgewählten Tagungen sollen im Herbst/Winter 2013 mit umfassender logistischer und finanzieller Unterstützung am FRIAS realisiert werden. Mit dem Programm möchte das FRIAS innovative Projekte und Initiativen im Nachwuchsbereich unterstützen.

Liste der erfolgreichen Tagungsprojekte:

  • Johannes Fehrle (Englisches Seminar, Universität Freiburg), Dr. Werner Schäfke (UCF, Universität Freiburg): “Rethinking Adaptation in the Age of Media Convergence”
  • Michael Herbst, Dr. Maxim Zaitsev (beide Medizin Physik, Universität Freiburg), Julian Maclaren (Center for Quantitative Neuroimaging, Stanford University), Dr. Jessica Schulz (Max Planck Institute for Human Cognitive and Brain Sciences, Leipzig), Dr. Tobias Kober (Siemens Schweiz, EPF Lausanne/CH): “Current Concepts of Motion Correction for MRI”
  • Dr. Florian Mintert (Physik, FRIAS School of Soft Matter Research), Dr. Ulrich Warring (Physik, Universität Freiburg): “Quantum Simulations of Open Quantum Systems”
  • Dr. Michael Rießler, Joshua Wilbur (beide Skandinavisches Seminar, Universität Freiburg): “Applying Documentary Linguistics“
  • Henrik Singmann (Psychologie, Universität Freiburg), Dr. Marco Ragni (Kognitionswissenschaft, Universität Freiburg), Dr. Vincenzo Crupi (Munich Center for Mathematical Philosophy, LMU München), Dr. Jan Sprenger (Tilburg Center for Logic and Philosophy of Science, Tilburg University/NL): “Operationalization 2013. An Interdisciplinary Workshop at the Edge of Experimental Psychology and Analytical Philosophy”

 

Weitere Informationen und die einzelnen Veranstaltungstermine finden Sie in Kürze unter www.frias.uni-freiburg.de/institute/veranstaltungen.

Der Wettbewerb greift eine Idee der FRIAS School of Language & Literature auf, die seit 2008 jährlich einen Wettbewerb für Nachwuchskonferenzen im Bereich der Sprach- und Literaturwissenschaften ausgeschrieben und  auf diese Weise insgesamt 12 Nachwuchskonferenzen gefördert hat.

Eine erneute Ausschreibung im kommenden Jahr ist geplant.

05/2013

„Nachkriegsmoderne“: 19. Band der FRIAS-Schriftenreihe „linguae & litterae“ erschienen

Als 19. Band der FRIAS-Schriftenreihe „linguae & litterae“ ist die Untersuchung „Nachkriegsmoderne. Transformationen der deutschsprachigen Lyrik 1945–1960“ von Fabian Lampart, Privatdozent am Deutschen Seminar der Universität Freiburg und ehemaliger Junior Fellow der School of Language & Literature, erschienen.

Die germanistisch-komparatistische Habilitationsschrift, in deren Zentrum exemplarische Studien zu Gottfried Benn, Bertolt Brecht, Günter Eich, Peter Huchel, Karl Krolow, Paul Celan, Ingeborg Bachmann, Peter Rühmkorf und Hans Magnus Enzensberger stehen, problematisiert das gängige literarhistorische Analysemodell, demzufolge die westdeutsche Nachkriegsliteratur nach dem nationalsozialistischen Traditionsbruch vor allem durch den raschen Assimilationsprozess einer nachholenden Aneignung der ‚klassischen‘ Moderne westlicher Prägung charakterisiert sei. Demgegenüber macht Lamparts Studie die ‚Nachkriegsmoderne‘ als komplexe ästhetische Übergangs- und Orientierungsphase vor dem Hintergrund der von Restauration und Modernisierung geprägten janusköpfigen 1950er Jahre kenntlich.

Fabian Lampart: Nachkriegsmoderne. Transformationen der deutschsprachigen Lyrik 1945–1960, Berlin/New York 2013 (de Gruyter), ISBN 978-3-11-022924-0.

04/2013

Interdisziplinäre Tagung zur Juristischen Korpuspragmatik

„Wird der Richter zum Mund des Computers?“

Bei der interdisziplinären Tagung "Juristische Korpuspragmatik" diskutieren Jurist/innen, Sprach- und Medienwissenschaftler/innen über Chancen und Risiken einer computergestützten Rechts(text)arbeit.

Sprach- und Medienwissenschaftler und Juristen haben gemein, dass sie mit sprachlichen Zeichen in komplexen medialen Systemen arbeiten. Doch der Blickwinkel dieser Disziplinen ist nicht der gleiche: Während sich Rechtslinguisten und Medientheoretiker für die sprachliche und soziale Konstitution von Normen interessieren, suchen Rechtswissenschaftler nach Wegen einer möglichst eindeutigen, ‚objektiven‘ Norm- und Entscheidungsfindung mit Hilfe des Werkzeugs Sprache. Wie lassen sich die beiden Perspektiven miteinander vermitteln? Welche Möglichkeiten und Grenzen bieten die eHumanities für das Methodenrepertoire der juristischen Bedeutungssuche? Welche Herausforderungen stellen Sprach- und Medientheorie an die juristische Praxis? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die dreitägige Konferenz „Juristische Korpuspragmatik“, die vom 25. bis zum 27. April 2013 am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), Albertstraße 19, 79104 Freiburg stattfindet.

Ziel der Tagung ist eine Fortführung der interdisziplinären Gespräche zwischen Juristen, Sprach- und Medienwissenschaftlern. Im Zentrum stehen dabei erstens medien- und rechtswissenschaftliche Theorien zur Modellierung eines ‚digitalisierten Rechts‘,  zweitens neue Zugänge zu juristischer Semantik sowie drittens Chancen, Risiken und Nebenwirkungen einer computergestützten, juristischen Korpuspragmatik für die juristi-sche Arbeit vor Gericht wie bei der Urteilskommentierung.

Weitere Informationen unter:
www.korpuspragmatik.de/tagungsprogramm

Kontakt:
Jun.-Prof. Dr. Friedemann Vogel
Institut für Medienkulturwissenschaft
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-97845
E-Mail: friedemann.vogel@medienkultur.uni-freiburg.de

FRIAS Mitglied im Netzwerk europäischer Institutes for Advanced Study NetIAS

Beim Jahrestreffen des renommierten „Network of European Institutes for Advanced Study“ (NetIAS), das am 19. April 2013 am Swedish Collegium for Advanced Study in Uppsala stattfand, wurde das FRIAS als neues Mitglied aufgenommen. Die Institute verbindet eine gemeinsame Verpflichtung auf hohe akademische Standards und das Ziel, mit ihrer Arbeit Zentren des wissenschaftlichen Austauschs und der akademischen Debatte über Disziplin- und Ländergrenzen hinweg zu schaffen.
Das Netzwerk ist ein informeller Zusammenschluss von 19 europäischen Forschungskollegs, darunter aus Deutschland das Wissenschaftskolleg Berlin und das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst. Es dient dem regelmäßigen Austausch der beteiligten Institute sowie der gemeinsamen Interessenvertretung im Hinblick auf die Entwicklungen im europäischen Forschungsraum.

Seit 2010 führt das Netzwerk zusätzlich ein gemeinsames Fellowship-Programm durch, das mit Mitteln der Europäischen Union co-finanziert wird. Die gemeinsame Ausschreibung schafft ein attraktives und international sichtbares Angebot für Fellowship-Aufenthalte in den beteiligten Instituten. Das FRIAS beteiligt sich als Partnerinstitut an der beabsichtigten Fortführung dieses erfolgreichen Programms.

Die Aufnahme in das Netzwerk bedeutet für das FRIAS eine Anerkennung seiner bisherigen Arbeit und ist ein wichtiges Signal der Unterstützung mit Blick auf die Fortführung des Instituts in den nächsten Jahren.

04/2013

 

Liste der aktuellen NetIAS-Mitglieder:
• Wissenschaftskolleg zu Berlin, Germany
• Istituto di studi avanzati di Bologna, Italy
• New Europe College, Bucharest, Romania
• Flemish Academic Centre for Science and the Arts, Brussels, Belgium
• Collegium Budapest, Hungary
• Centre for Research in the Arts, Social Sciences and Humanities, Cambridge, United Kingdom
• Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst, Germany
• Institute for Advanced Studies in the Humanities, University of Edinburgh, UK
• Freiburg Institute for Advanced Studies, Germany
• Helsinki Collegium for Advanced Studies, Finland
• Institute for Advanced Studies of Jerusalem, Israel
• Institut d’études avancées de Nantes, France
• Centre for Advanced Study at the Norwegian Academy of Sciences, Oslo
• Institut d’études avancées de Paris, France
• Centre for Advanced Study, Sofia, Bulgaria
• Swedish Collegium for Advanced Study, Uppsala, Sweden
• Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Vienna, Austria
• Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences, Wassenaar
• Collegium Helveticum, Zürich, Switzerland


LifeNet-Team erforscht Veränderungen der Zell-Mikroumgebung bei Hautkrankheiten

Die Hauterkrankung Epidermis bullosa, auch Schmetterlingskrankheit genannt, wird durch Genmutationen verursacht. Dabei spielt das Gen COL7A1, welches das in Haut und Bindegewebe vorkommende Strukturprotein Kollagen VII kodiert, eine wichtige Rolle.

Ein Forscherteam um LifeNet-Direktorin Leena Bruckner-Tuderman (Dermatologie), Hauke Busch (Physik) und Jörn Dengjel (Biochemie) hat die extrazellulären Proteinveränderungen untersucht, die durch den Verlust von Kollagen VII verursacht werden. Die Wissenschaftler entdeckten dabei beeindruckende und unerwartete Veränderungen der zellulären Mikroumgebung in der Haut. COL7A1-Null-Mutationen zerstören nicht einfach nur Verbindungen zwischen der Epidermis (Oberhaut) und tieferen Hautschichten (Dermis), sondern lösen gleichzeitig eine Reihe von Prozessen aus, die die Mikroumgebung verändern, zelluläre Funktionen beeinflussen und zum klinischen Erscheinungsbild (Blasenbildung, Fibrose und Hautkrebs) beitragen.

Originalveröffentlichung
• Küttner V, Mack C, Rigbolt KTG, Kern JS, Schilling O, Busch H, Bruckner-Tuderman L, Dengjel J. Global remodelling of cellular microenvironment due to loss of collagen VII. Mol Sys Biol (2013). 9: 657. doi:10.1038/msb.2013.17

Kontakt
Prof. Dr. Leena Bruckner-Tuderman und Dr. Jörn Dengjel

Jörn Dengjel

Proteom-Untersuchungen zeigen, dass Kollagen VII-Verlust zur Deregulation von Proteinnetzwerken und zu gestörtem Matrix-Metalloproteasen-Umsatz führt.

Abbildung: Jörn Dengjel, FRIAS

04/2013

Recyclingprozesse in der Zelle: FRIAS-Wissenschaftler publizieren in "Nature Cell Biology"

In Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern der Universität Rom und des National Institute for Infectious Diseases, Italien, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) und des Zentrums für Biosystemanalyse (ZBSA) neue Regulationsmechanismen im zellulären Recycling identifiziert. Ergebnisse der Arbeitsgruppe um Biochemiker Jörn Dengjel, Junior Fellow der FRIAS School of Life Sciences – LifeNet, wurden in der renommierten Fachzeitschrift Nature Cell Biology veröffentlicht.

In menschlichen Zellen werden ständig Biomoleküle hergestellt und abgebaut. Dieser Umsatz ist für grundlegende zelluläre Funktionen von Bedeutung, spielt aber auch bei Stressantworten eine große Rolle. Eine Störung des zellulären Recyclings wird mit Krankheiten in Bezug gesetzt, unter anderem mit Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson. Durch die Kombination von analytischen und zellbiologischen Methoden ist es dem internationalen Forscherteam gelungen, neue protein-basierte regulatorische Mechanismen und deren Einfluss auf zelluläres Recycling zu identifizieren.

Im Zentrum von Jörn Dengjels Forschung steht seit vielen Jahren die sogenannte Autophagie, auch als zelluläre „Selbstverdauung“ bekannt. In schlechten Zeiten dient diese Selbstverdauung dazu, die Energieversorgung der Zellen zu sichern. Ein Protein, das bei der Regulierung von Autophagie eine wichtige Rolle spielt, ist das Protein AMBRA1. In ihrer Studie beschreibt die Freiburger Arbeitsgruppe eine dynamische Modifikation von Aminosäuren, Phosphorylierung genannt, in diesem Protein. Die Kolleginnen und Kollegen in Italien wiederum konnten zeigen, dass bei Wachstumsfaktormangel, das heißt, wenn die Zellen schlecht versorgt sind, genau diese Phosphorylierung entfernt wird. Dadurch wird das Protein AMBRA1 aktiviert, was zu einem erhöhten zellulärem Recycling führt und das Überleben der Zelle sichert.

Dr. Jörn Dengjel forscht seit 2008 als Junior Fellow der School of Life Sciences – LifeNet am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) und leitet die Arbeitsgruppe „Spatio-temporal protein dynamics during autophagy“ am Freiburger Zentrum für Biosystemanalyse (ZBSA). Dengjel ist außerdem Mitglied des Freiburger Exzellenzclusters BIOSS Center for Biological Signalling Studies.

Originalveröffentlichung:
Francesca Nazio, Flavie Strappazzon, Manuela Antonioli, Pamela Bielli, Valentina Cianfanelli, Matteo Bordi, Christine Gretzmeier, Joern Dengjel, Mauro Piacentini, Gian Maria Fimia & Francesco Cecconi (2013): mTOR inhibits autophagy by controlling ULK1 ubiquitylation, self-association and function through AMBRA1 and TRAF6, Nature Cell Biology 2013, doi:10.1038/ncb2708.

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03/2013

Wettbewerb für Nachwuchsgruppen-Konferenzen am FRIAS

Das Freiburg Institute for Advanced Studies schreibt einen offenen Wettbewerb für mehrtägige Workshops/Tagungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aller Disziplinen an der Albert-Ludwigs-Universität aus. Die Tagungen sollen im Herbst 2013 am FRIAS stattfinden.

Die Bewerbungsfrist endet am 25. März 2013.

Die Ausschreibung richtet sich an  Nachwuchswissenschaftler/innen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Doktorand/innen, Postdoktorand/innen, Angehörige des akademischen Mittelbaus auf Zeitstellen) aus allen Disziplinen.

02/2013