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“Author meets Critics”: FRIAS erprobt neues Debatten-Format

„Die Erfindung der Kreativität: Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung“ lautet der Titel einer soeben bei Suhrkamp veröffentlichten Monographie von Andreas Reckwitz, Professor für Vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und derzeit Senior Research Fellow in der FRIAS School of Language & Literature. Das FRIAS nimmt das Erscheinen dieser wichtigen Studie zu einem so übergreifend interessierenden Thema wie „Kreativität“ zum Anlass, um selbst ein kreatives neues Debatten-Format zu erproben: Author meets Critics. Am Mittwoch, dem 18. Juli, um 16 Uhr c.t., wird Andreas Reckwitz sein Buch im FRIAS vorstellen und mit vier Lesern aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen diskutieren. Seine Unterredner sind die Freiburger Kunsthistorikerin Angeli Janhsen, Expertin für Gegenwartskunst und kreative Prozesse im öffentlichen Raum, der Freiburger Kultursoziologe Ulrich Bröckling, Olav Krämer, Literaturwissenschaftler und Junior Fellow der School of Language & Literature, sowie der Münchner Mediävist und Kulturtheoretiker Peter Strohschneider, External Senior Fellow der LiLi-School und neugewählter Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Fellows aller FRIAS-Schools sowie Interessenten aus der Universität sind zur Teilnahme und aktiven Mitdiskussion eingeladen.

Der Klappentext des neuen Bandes (stw 1995) beschreibt dessen Thema und Erkenntnisinteresse wie folgt: „In der Gegenwartsgesellschaft haben sich die Anforderung und der Wunsch, kreativ zu sein und schöpferisch Neues hervorzubringen, in ungewöhnlichem Maße verbreitet. Was ehemals subkulturellen Künstlerzirkeln vorbehalten war, ist zu einem allgemeingültigen kulturellen Modell, ja zu einem Imperativ geworden. Andreas Reckwitz untersucht, wie im Laufe des 20. Jahrhunderts das Ideal der Kreativität forciert worden ist: in der Kunst der Avantgarde und der Postmoderne, den ‚creative industries‘ und der Innovationsökonomie, in der Psychologie der Kreativität und des Selbstwachstums sowie in der medialen Darstellung des kreativen Stars und der Stadtplanung der ‚creative cities‘. Es zeigt sich, dass wir in Zeiten eines ebenso radikalen wie restriktiven Prozesses gesellschaftlicher Ästhetisierung leben.“

07/2012