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LifeNet-Direktorin Leena Bruckner-Tuderman ist neues Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat Prof. Dr. Leena Bruckner-Tuderman, Ärztliche Direktorin der Freiburger Universitäts-Hautklinik und wissenschaftliche Direktorin der FRIAS School of Life Sciences – LifeNet, als neues Ordentliches Mitglied der Biowissenschaftlich-medizinischen Klasse gewählt.

Leena Bruckner-Tuderman ist eine der wenigen Persönlichkeiten in der Medizin, so die Begründung für ihre Wahl, die in hervorragender Weise die Grundlagenforschung mit der klinischen Forschung und Krankenversorgung verbinden. Sie befasst sich mit der Erforschung der Pathogenese der Epidermolysis bullosa (EB), einer seltenen genetisch bedingten Hauterkrankung. Trotz erzielter Fortschritte bei der Erforschung der genetischen Ursachen sind die biologischen Krankheitsmechanismen noch nicht geklärt und die Entwicklung von molekularen Therapieansätzen erst in der Anfangsphase. Leena Bruckner-Tuderman erforscht die Biologie der Haut-Basalmembranzone und deren Anomalien bei der EB seit 2003 in enger Verbindung mit dem von ihr koordinierten deutschen Netzwerk Epidermolysis bullosa und verfolgt dabei das Ziel der Entwicklung wissenschaftlich begründeter Therapien. Sie engagiert sich darüber hinaus für die Schaffung verlässlicher Strukturen zur spezialisierten Versorgung von Patienten mit seltenen Erkrankungen.

Leena Bruckner-Tuderman hat an der Universität Oulu, Finnland, Humanmedizin studiert und wurde 1977 dort promoviert. 2002 nahm sie den Ruf auf den Lehrstuhl für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Freiburg i.Br. an, seit Anfang 2003 ist sie Professorin und Ärztliche Direktorin der dortigen Universitäts-Hautklinik. Seit 2007 ist sie Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) und Direktorin der FRIAS School of Life Sciences – LifeNet. Forschungsaufenthalte führten sie an die Rutgers Medical School NJ/ USA und an die Harvard Medical School. Sie war SCORE-Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds und Heisenberg-Stipendiatin der DFG. Sie ist Mitglied zahlreicher Fachverbände und -gesellschaften. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen erhielt sie nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den Eva Luise Köhler-Forschungspreis (2009). Sie ist Ehrenmitglied der Ungarischen Dermatologischen Gesellschaft sowie Mitglied der Leopoldina und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

07/2012