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Signalpeptide für die Regenerative Medizin – Stefan Schiller erfolgreich beim „Ideenwettbewerb Biotechnologie und Medizintechnik“

Stefan Schiller, Junior Fellow der School of Soft Matter Research hat sich mit seinem Projekt „Skalierbare biologische Produktion von Signalpeptiden für die regenerative Medizin“ im „Ideenwettbewerb Biotechnologie und Medizintechnik“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg erfolgreich durchgesetzt.

Der rasche Fortschritt in der biologischen Chemie hat die essenzielle Rolle von Signalpeptiden für die zelluläre Kommunikation deutlich gemacht. Signalpeptide sind kurze Abfolgen von Aminosäuren innerhalb mancher Proteine, die - ähnlich wie ein Schloss den Bart eines Schlüssels erkennt - als spezifische Erkennungsdomänen der Proteine (Eiweiße) fungieren. Signalpeptide sind in der Lage, zelluläre Schalter zur Steuerung komplexer biologischer Prozesse zu betätigen und nehmen damit entscheidende Aufgaben beim Gewebswachstum und bei regenerativen Prozessen wahr. Bei der Entwicklung neuer Materialien für den Gewebeersatz müssen daher auch solche Funktionen eingebaut werden. Für diese Anwendungen sind größere Mengen der Signalpeptide notwendig – doch bisher gab es keine Methoden, mit denen dies effizient und ressourcenschonend möglich war. Ziel des Projektes von Stefan Schiller, Junior Fellow der FRIAS School of Soft Matter Research ist es, die biologische Produktion wichtiger Peptide oder kleiner Proteine mit großer Effizienz und im skalierbaren Maßstab zu entwickeln.

Schiller Idee wurde gemeinsam mit 41 weiteren Vorhaben aus 120 eingereichten Entwürfen ausgewählt und kann nun von dem FRIAS Fellow in einer Machbarkeitsstudie überprüft werden. Hinter allen geförderten Projekten stehen originelle Ideen, die ein hohes Entwicklungsrisiko aufweisen und daher nicht garantiert zum Erfolg führen.

01/2011