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Forschungspreis der LiLi-School zum zweiten Mal vergeben

Der diesjährige Forschungspreis der LiLi-School war in diesem Jahr für Dissertationen und Habilitationen aus der Linguistik ausgeschrieben. Am 8. Mai beschloss das Advisory Board, die folgenden beiden Arbeiten gleichberechtigt zu prämieren: Achim Rabus Dissertation "Die Sprache ostslavischer geistlicher Gesänge im kulturellen Kontext" sowie Oliver Ehmers Dissertation "Imagination und Animation. Die Herstellung mentaler Räume durch animierte Rede".

Das Gutachten der Jury würdigt die Arbeiten wie folgt: „Wir sind der Meinung, dass der Ansatz von Rabus für die zukünftige Entwicklung der historischen variationistischen Linguistik und der slawischen Linguistik von grundlegender Bedeutung ist, denn er beweist, dass eine solide philologische Analyse auf der einen und Ambitionen auf konzeptueller Ebene auf der anderen Seite sich nicht ausschließen müssen. Die Originalität seiner Forschungen lässt keinen Zweifel daran, dass Rabus ein selbstständiger, vielversprechender junger Forscher ist. Außerdem waren wir von dem interdisziplinären Charakter seiner Arbeit beeindruckt, die slawische Philologie, Geschichte, Theologie und variationistische Linguistik miteinander vereint.“
„Das grundlegende Ziel der Dissertation von Ehmer besteht darin, zwei sehr unterschiedliche Paradigmen zusammenzubringen, die noch nie zuvor in Dialog miteinander getreten sind: einerseits Gesprächsanalyse und interaktive Linguistik und andererseits die Semantik mentaler Räume… Ehmer ist es gelungen aufzuzeigen, dass „mentale“ Räume in Wirklichkeit soziale Objekte sind, die durch Gespräche öffentlich entwickelt und durch Gestik verkörpert werden. Den Leser beeindruckt die Vielfalt wesentlicher Fragen, die in dieser Dissertation zur Sprache gebracht und erstmalig entwickelt werden.“

05/2010