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Ausbruch des isländischen Vulkans “Eyjafjallajökull“ erzwingt Verschiebung der internationalen Konferenz „University-Based Institutes for Advanced Study in a Global Perspective: Promises, Challenges, New Frontiers“

Ausbruch des isländischen Vulkans “Eyjafjallajokull“ erzwingt Verschiebung der internationalen Konferenz „University-Based Institutes for Advanced Study in a Global Perspective: Promises, Challenges, New Frontiers“

Die für den 22.-24. April 2010 geplante Tagung „University-Based Institutes for Advanced Study in a Global Perspective: Promises, Challenges, New Frontiers“ musste  wegen des Ausbruchs des isländischen Vulkans "Eyjafjallajokull" und den daraus resultierenden Behinderungen im Flugverkehr verschoben werden. Der neue Termin der Konferenz, die nun voraussichtlich im Herbst stattfinden soll, wird so schnell wie möglich bekannt gegeben.

Vertreter von mehr als 25 universitätsgestützten Institutes for Advanced Study (UB-IAS) aus aller Welt wollten sich auf Einladung des FRIAS vom 22. bis 24. April 2010 in Freiburg  versammeln, um an der Konferenz „University-Based Institutes for Advanced Study in a Global Perspective: Promises, Challenges, New Frontiers“, der weltweit ersten Tagung dieser Art, teilzunehmen. Bei den Einrichtungen aus Europa, Afrika, Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika, die ihr Kommen zugesagt hatten, handelt es sich ausnahmslos um hoch angesehene Wissenschaftskollegs an weltweit renommierten Forschungsuniversitäten.

Während die traditionellen Institutes for Advanced Study (an vorderster Stelle das weltberühmte Institute for Advanced Study in Princeton, aber auch angesehene Einrichtungen wie das Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences in Palo Alto, das Swedish Collegium for Advanced Study in the Social Sciences in Uppsala, das NIAS in Wassenaar oder das Wissenschaftskolleg zu Berlin) unabhängige und durch ihre vollständige Autonomie geprägte Forschungseinrichtungen sind, hat sich in jüngeren Jahren international ein starker Trend zur Einrichtung von Institutes for Advanced Study herausgebildet, die direkt an eine große Universität angebunden sind und in enger Symbiose mit dieser agieren. Gemeinsam ist allen derartigen Einrichtungen, dass sie Wissenschaftler aus aller Welt im Status von „Fellows“ zur Durchführung eines Forschungsprojekts einladen und so den internationalen wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Spitzenforschung zu befördern suchen. In Deutschland hat zuletzt die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder die Gründung mehrerer derartiger Forschungskollegs, darunter auch des FRIAS, ermöglicht. Dieser Trend wird in der gesamten deutschen Universitätslandschaft aufmerksam beobachtet.

Die durch das FRIAS initiierte Freiburger Tagung soll ein vielstimmiges Forum für den Erfahrungsaustausch über die Potenziale und Erfolgsbedingungen dieses besonderen Typus von Forschungskollegs bieten. Welche Rolle spielen die UB-IAS in der Ära einer weltweit vernetzten ‚scientific community’ und welche Funktion haben sie für ihre eigenen Universitäten?  Wieviel Autonomie braucht ein solches Institut, um Forschung und Wissenschaft bestmöglich zu stärken? Wie lassen sich produktive Wechselwirkungen zwischen den Universitäten und ihren Forschungskollegs erzeugen und wie können die Wissenschaftler der eigenen Universität optimal in das Forschungsgeschehen der Institute eingebunden werden? Welche längerfristigen Möglichkeiten zur Finanzierung solcher ambitionierten Forschungsinstitute sind vorstellbar und wie lässt sich die internationale Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen des UBIAS-Typus weiter intensivieren?

Die Freiburger Veranstaltung wird maßgeblich durch die aktiven Diskussionsbeiträge der teilnehmenden Delegationen bestimmt sein. Sie zielt darauf ab, in insgesamt sieben Sektionen ein repräsentatives und differenziertes Bild von der Forschungspraxis der einzelnen Institute zu vermitteln und aus dem Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Instituten vielfältige Anregungen zur Optimierung des UBIAS-Modells zu gewinnen. Für die Keynote-Lectures der Konferenz konnten mit Prof. Philip Altbach, Direktor des Center for International Higher Education am Boston College, und Prof. Philippe Aghion, Bildungsökonom an der Harvard University, zwei international renommierte Wissenschaftsforscher gewonnen werden.

Programmheft

03/2010