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Sieger Nachwuchswettbewerb LiLi 2009

Die Sieger im Nachwuchswettbewerb 2009 der School of Language & Literature stehen fest.  In der literaturwissenschaftlichen Ausscheidung war der Freiburger Nachwuchswissenschaftler Bent Gebert, Master of Studies in European Literature, gemeinsam mit Uwe Mayer vom International Graduate Centre for the Study of Culture der Universität Gießen erfolgreich. Gebert, Assistent bei Prof. Burkhard Hasebrink in der mediävistischen Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar I der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,  und Mayer wurden ausgewählt, ihr Tagungsprojekt „Zwischen Präsenz und Repräsentation. Formen und Funktionen des Mythos in theoretischen und literarischen Diskursen“ gemeinsam mit internationalen Teilnehmern zu realisieren. „Wir freuen uns sehr darauf, dieses vielversprechende, in der Balance theoretischer Zugangsweisen, interdisziplinär-komparatistischer Fragestellungen und exemplarisch-diachroner Fallstudien besonders stringent konzipierte und überdies schlüssig auf die Rahmenthematik der FRIAS School of Language & Literature zugeschnittene Projekt am FRIAS zu verwirklichen“, erklärte Prof. Werner Frick, Direktor der School of Langugage & Literature, nach der Entscheidung der Jury. Beeindruckt zeigte sich die Auswahlkommission unter Vorsitz des Gießener Literaturwissenschaftlers Günter Oesterle, derzeit External Senior Fellow der School of Language & Literature, vom Niveau aller vier Wettbewerbs-Projekte, die durchweg hochkarätig und originell gewesen seien. „Das demonstriert auf erfreuliche Weise die hohe Qualität des geisteswissenschaftlichen Nachwuchses in Freiburg“, betonte der Jury-Vorsitzende. Das Direktorium der School of Language & Literature wird daher auch die im Wettbewerb „unterlegenen“ Projekte nicht sang- und klanglos ad acta legen, sondern ihnen ebenfalls eine weitere Förderung angedeihen lassen.

In der sprachwissenschaftlichen Ausscheidung war das Tagungsprojekt „Interaktion und gebrauchsbasierte Grammatikmodelle: Wohin mit Prosodie und visuellen Signalen?“ erfolgreich. Eingereicht wurde der Entwurf von den Freiburger Nachwuchswissenschaftlern Pia Bergmann (Universität Freiburg, Deutsches Seminar I), Jana Brenning (Stipendiatin an der Hermann-Paul-Schule für Linguistik (Freiburg)), Martin Pfeiffer (ebenfalls Stipendiat an der Hermann-Paul-Schule für Linguistik (Freiburg)) und Jana Viscardi (DAAD-Stipendiatin) gemeinsam mit der Potsdamer Nachwuchswissenschaftlerin Elisabeth Reber (Universität Potsdam, Institut für Anglistik und Amerikanistik). Das Tagungsprojekt verknüpft auf innovative Weise empirische mit theoretischen Fragestellungen und verspricht einen anregenden Austausch mit nationalen und internationalen Teilnehmern.

Aus dem Bereich der Sprachwissenschaften erhält mit dem Projekt „Medien für Minderheiten – Entwicklungen, Möglichkeiten und Risiken für Regionalsprachen im digitalen Zeitalter“ ein weiteres linguistisches Forschungsthema die Möglichkeit von Nachwuchsforschern und arrivierten Experten auf einer mehrtägigen Konferenz intensiv diskutiert zu werden. Die Freiburger Nachwuchswissenschaftler der Universität Philippe Metzger und María Alba Niño (beide Romanisches Seminar, Abteilung Romanische Sprach- und Medienwissenschaft) streben mit dem Tagungsprojekt den wissenschaftlichen Austausch des Nachwuchses verschiedener sprachwissenschaftlicher Disziplinen ebenso an, wie die medien- und politikwissenschaftliche Erweiterung des linguistischen Horizonts aller Teilnehmer.

Zur Teilnahme am Wettbewerb waren Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Freiburg eingeladen. Die Bewerbung interuniversitär vernetzter Gruppen war ausdrücklich willkommen, sofern die Federführung des Projekts bei Freiburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern lag.  Die nun erfolgreiche Gruppe um Gebert und Mayer wird die von ihr konzipierte Tagung im zweiten Halbjahr 2009 mit voller logistischer und finanzieller Unterstützung des FRIAS realisieren. Dazu können neben Freiburger Wissenschaftlern bis zu 15 auswärtige Referenten und Referentinnen eingeladen werden. Darüber hinaus stellt das Institut die Publikation der Tagungsergebnisse in einem eigenen Sammelband im Rahmen der FRIAS Schriftenreihe „linguae & litterae“ in Aussicht.

03/2009